Nach Bürgerentscheid: Tschentscher: Hamburg zieht Olympia-Bewerbung zurück
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Sport-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / master1305
Erstellt von Sarah Knauth
31.05.2026 20.18
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat das Scheitern des vom Senat angestrebten Olympiareferendums eingestanden. "Die Hamburgerinnen und Hamburger haben entschieden, dass sich die Freie und Hansestadt Hamburg nicht um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben soll", sagte der SPD-Politiker am Abend noch vor Abschluss der Stimmenauszählung.
Das Votum ist für den rot-grünen Senat verbindlich. "Ich habe dem Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht."
Tschentscher will Projekte ohne Olympia-Rückenwind voranbringen
Tschentscher bedauerte das Votum, bedankte sich aber zugleich bei allen, "die das Ziel, die Spiele nach Hamburg zu holen, unterstützt haben". Aus dem ebenfalls gescheiterten Referendum von 2015 habe man gewusst, dass die Skepsis gegenüber Olympia in Hamburg größer sei als in anderen Städten.
"Gleichwohl haben wir uns dafür entschieden, weil Olympische und Paralympische Spiele nach den heutigen Bedingungen eine große Chance für alle sind." Sie hätten vielen Entwicklungen Rückenwind gegeben, die man nun auch ohne Olympia erreichen wolle.
"Genau das ist jetzt unser Auftrag. Wir werden unsere Ziele in der Stadtentwicklung und die Umsetzung der großen Infrastrukturprojekte, für die wir die Unterstützung der Bundesregierung benötigen, jetzt auch ohne Olympia mit aller Kraft verfolgen", sagte der Bürgermeister.
Weitere aktuelle News aus dem Ressort "Sport":
- Sportpolitik: Olympia-Referendum: Linksfraktion sieht Senat blamiert
- Paris Open: Pavlasek/Patrik gegen Nouza/Oberleitner
- Paris Open: Granollers/Horacio gegen Erler/Miedler
- Paris Open: Paul/Marcus gegen Bolelli/Vavassori
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de