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Handball Final4: Füchse räumen ab - Berlin feiert phänomenalen Pokal-Triumph

Die Spieler der Füchse Berlin feiern ihren Sieg im Finale. Bild: dpa/Federico Gambarini

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  • Handball: Final4 am 18. und 19. April 2026 in der Kölner Lanxess Arena
  • SC Magdeburg, Füchse Berlin, TBV Lemgo Lippe und Bergischer HC kämpften um den DHB-Pokal
  • Ergebnisse im News-Ticker

Vier Handball-Teams kämpften am Wochenende beim Final4 um den begehrten DHB-Pokal. Die Rollen in der Kölner Lanxess Arena waren klar verteilt: Die Bundesliga-Topteams SC Magdeburg und die Füchse Berlin gingen als Favoriten ins Turnier, der Bergische HC und der TBV Lemgo Lippe als Underdog.

Handball: Final4 um den DHB-Pokal in Köln - das sind die Paarungen

Das Final4 wurde am 18. und 19. April gespielt. Los ging es am Samstagnachmittag mit den beiden Halbfinalpartien. Das Spiel um Platz 3 sowie das Finale wurden am Sonntag ausgetragen. Der Spielplan sieht wie folgt aus:

Datum Uhrzeit Spiel Paarung Ergebnis
Samstag, 18.04.2026 15.45 Uhr Halbfinale 1 TBV Lemgo Lippe - Füchse Berlin 36:39
Samstag, 18.04.2026 18.45 Uhr Halbfinale 2 Bergischer HC - SC Magdeburg 31:30
Sonntag, 19.04.2026 12.45 Uhr Spiel um Platz 3 TBV Lemgo Lippe - SC Magdeburg 35:31
Sonntag, 19.04.2026 15.45 Uhr Finale Füchse Berlin - Bergischer HC 42:33

Der SC Magdeburg hat den DHB-Pokal zuletzt 2023 gewonnen, der TBV Lemgo Lippe 2020 und die Füchse Berlin 2014. Für den Bergischen HC wäre es der erste Titel.

Handball im TV und Live-Stream: Diese Spiele des Final4-Turniers zeigt die ARD

Das Final4 wurde nur teilweise live im Free-TV übertragen. Die ARD zeigte am Samstag das erste Halbfinale zwischen dem TBV Lemgo Lippe und den Füchsen Berlin ab 15.30 Uhr. Auch das Endspiel lief am Sonntag ab 15.40 Uhr live im Ersten. Es wurde für beide Partien auf sportschau.de auch ein Live-Stream angeboten. Das zweite Halbfinale am Samstag gab es laut Informationen des Senders auf sportschau.de als Audio-Livestream.

Handball-Ergebnisse im News-Ticker: So läuft das Final4 in der Lanxess Arena

An dieser Stelle halten wir Sie am Wochenende über alle wichtigen Entwicklungen beim Final4 in Köln auf dem Laufenden.

+++ 19.04.2026: Füchse Berlin fegen Bergischen HC im Pokalfinale weg +++

 

Die Füchse Berlin haben sich beim Final4 in Köln den DHB-Pokal gesichert. Im Endspiel gegen den Bergischen HC setzten sich die Hauptstädter mit 42:33 durch und feierten damit ihren zweiten Pokalsieg nach 2014. Der BHC hatte im Halbfinale noch für eine Sensation gesorgt und den haushohen Favoriten SC Magdeburg aus dem Wettbewerb geworfen.

In der ausverkauften Lanxess Arena verfolgten 19.750 Zuschauer ein letztlich einseitiges Finale. Bereits zur Halbzeit führten die Berliner mit 22:17 und ließen dem Überraschungsteam aus dem Bergischen Land keine Chance mehr auf eine Wende.

Dänisches Duo führt Berlin zum Triumph

Die überragende Offensive der Füchse wurde vom dänischen Gespann Mathias Gidsel und Lasse Andersson angeführt. Andersson erzielte zehn Treffer und war damit erfolgreichster Schütze des Finales, während Welthandballer Gidsel neunmal einnetzte. Auch Rechtsaußen Hakun West av Teigum steuerte sechs Tore bei.

Zwischen den Pfosten erwies sich Dejan Milosavljev als kaum zu überwindende Hürde. Der Keeper parierte 13 Würfe, bevor er in der zweiten Hälfte verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Berliner in der 18. Minute erstmals auf 13:10 ab und bauten den Vorsprung bis zum Seitenwechsel kontinuierlich aus.

Magdeburgs Traum vom Double jäh zerplatzt

Während die Füchse feierten, erlebte der SC Magdeburg ein desaströses Wochenende in Köln. Der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter und Titelfavorit scheiterte bereits am Samstag im Halbfinale am Bergischen HC – ausgerechnet im Siebenmeterwerfen. Am Sonntag folgte dann im Spiel um Platz drei eine weitere Niederlage gegen den TBV Lemgo Lippe mit 31:35.

SCM-Trainer Bennet Wiegert zeigte sich nach dem bitteren Abschneiden tief getroffen: "Die Enttäuschung ist groß, es tut unheimlich weh. Ich hätte mir an beiden Tagen einen besseren Auftritt von uns gewünscht." Mit Blick auf die mitgereisten Anhänger ergänzte er: "Die traurigen Gesichter zu sehen, bricht mir das Herz."

Versöhnlicher Abschluss einer turbulenten Saison

Für die Füchse Berlin bedeutet der Pokalsieg einen versöhnlichen Abschluss einer schwierigen Spielzeit. Im vergangenen September hatte die Trennung von Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Meistertrainer Jaron Siewert für erhebliche Unruhe im Verein gesorgt. Nun können die Hauptstädter trotz des praktisch verlorenen Meisterschaftsrennens einen Titel vorweisen.

In der Champions League sind die Berliner weiterhin vertreten und haben dort noch Chancen auf weitere Erfolge. Für den unterlegenen Finalisten BHC gibt es einen kleinen Trost: Sollten die Füchse sich für die Königsklasse qualifizieren, würde der Bergische HC in die European League nachrücken.

+++18.04.2026: "Klinisch tot": Bergischer HC schafft Handball-Sensation

Topfavorit SC Magdeburg ist im Halbfinale des DHB-Pokals sensationell ausgeschieden und hat das Traumfinale gegen die Füchse Berlin verpasst. Im Handball-Kessel von Köln verlor der Tabellenführer der Bundesliga und Champions-League-Sieger gegen den Bergischen HC nach Siebenmeterwerfen mit 30:31. Magdeburg hat damit keine Chance mehr auf das Triple aus Pokalsieg, deutscher Meisterschaft und Königsklasse.

Die Fans des BHC träumen nun vom ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Finale am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Dyn) trifft die Mannschaft aus Wuppertal/Solingen dann auf den deutschen Meister Berlin. Der Sieg gegen Magdeburg ist eine der größten Sensationen im Handball in den vergangenen Jahren und schon jetzt der größte Erfolg in der BHC-Historie.

BHC-Keeper: "Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen"
Keeper Christopher Rudeck sprach von einem "wahnsinnigen, unbeschreiblichen" Gefühl. "Es ist unfassbar. Viele Jungs waren klinisch tot. Das ist an so einem Tag scheißegal. Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen. Wir haben die Chance, mit dem BHC einen Titel zu holen und das ist unfassbar", schwärmte Rudeck, der mit Noah Beyer zu den besten BHC-Akteuren gehörte.

Vor rund 20.000 Zuschauern hatte es nach der regulären Spielzeit 22:22 (11:11) gestanden, am Ende der Verlängerung 27:27. Auch wenn sich der SCM schon in der HBL gegen den Aufsteiger schwergetan hatte, rechnete so gut wie niemand mit diesem Coup. "Absolut verdient", bilanzierte Ikone Stefan Kretzschmar. Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson sprach von "Handball-Geschichte".

Der SCM schwächelte nicht nur in der Crunchtime vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit hatten die Elbestädter einige Siebenmeter vergeben. «Wir lassen heute vier im normalen Spiel liegen. Da muss ich bei 30:31 nicht viel rechnen, woran es noch gelegen haben könnte», sagte Trainer Bennet Wiegert.

Nicht Gidsel: Dieser Däne überragt bei Berlin
Die Berliner um Welthandballer Mathias Gidsel hatten sich zuvor mit 39:36 (20:16) gegen den TBV Lemgo Lippe durchgesetzt. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Füchse. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal.

Die Füchse hatten zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und lagen früh zurück, Torwart Dejan Milosavljev überzeugte jedoch mit starken Paraden und half dabei, eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung aufzubauen. Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an, doch durch viele Fehler ließen die Füchse Lemgo wieder herankommen. Am Ende schafften es die Berliner dennoch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

+++ 18.04.2026: Füchse Berlin erster Finalist+++

Die Handballer der Füchse Berlin haben zum zweiten Mal das Finale im DHB-Pokal erreicht. Der deutsche Meister gewann heute beim Final4 in Köln sein Halbfinale gegen den TBV Lemgo Lippe mit 39:36 (20:16). Damit treffen die Berliner im Finale am Sonntag auf den Sieger der zweiten Vorschlussrundenpartie zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC.

Vor 19.750 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena war Lasse Andersson mit elf Toren bester Berliner Werfer. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal.

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/sfx/news.de/dpa/stg

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