Olympia 2026: Norovirus-Ausbruch bei Finnlands Eishockeyspielerinnen
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Bild: picture alliance/dpa | Peter Kneffel
Erstellt von Sarah Knauth
04.02.2026 16.28
Vier Spielerinnen des finnischen Eishockey-Nationalteams sind vor den Olympischen Winterspielen in Italien an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter Berufung auf die Teamärztin Maarit Valtonen handelt es sich um das hoch ansteckende Norovirus. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.
Training und Medienauftritte am Mittwoch wurden vorsichtshalber abgesagt. Am Donnerstagabend (21.10 Uhr) und damit einen Tag vor der Eröffnungsfeier sollten die Finninnen in Mailand ihr Auftaktspiel gegen Kanada bestreiten. Dafür muss das Team aber laut den Regularien aus 17 Spielerinnen - davon zwei Torhüterinnen - bestehen.
Auftaktspiel auf der Kippe
"Wir führen Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine solche Anzahl von Spielerinnen auf das Eis zu bringen, müssen wir darüber diskutieren, mit wie vielen Spielerinnen das Spiel noch gespielt werden könnte. Es wäre praktisch unmöglich, in einem solchen Turnier einen neuen Termin für das Spiel zu finden", sagte Finnlands General Manager Kimmo Oikarinen der öffentlich-rechtlichen finnischen Rundfunkanstalt Yle.
Teamärztin Valtonen erklärte, dass die Erkrankten und ihre Zimmermitbewohnerinnen im olympischen Dorf isoliert worden seien. "Und alle Räumlichkeiten des Teams im olympischen Dorf und in der Eishalle werden desinfiziert, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem wird versucht, vorerst alle Kontakte zu vermeiden." Namen der erkrankten Spielerinnen wurden nicht genannt.
Coach Lehterä: "Bedauerliche Sache"
Der finnische Chefcoach Tero Lehterä zeigte sich trotz allem gelassen. "Das ist eine bedauerliche Sache, aber wir tun das, was wir tun können. Darauf hatten wir keinen Einfluss, also machen wir uns darüber keinen Stress. Unser Traum hat sich nicht geändert. Es geht weiterhin darum, die richtigen Spiele zu gewinnen, und die finden am Ende des Turniers statt", äußerte Lehterä.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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