Ski alpin 2026: Italiener Franzoni düpiert Ski-Asse bei Super-G in Wengen
Zuschauer stehen vor Beginn eines Ski-alpin-Rennens an der Strecke (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/APA | Tobias Steinmaurer
Erstellt von Sarah Knauth
16.01.2026 14.05
Der italienische Skirennfahrer Giovanni Franzoni hat die Favoriten in Wengen düpiert und den Super-G gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich zum Auftakt des Lauberhorn-Wochenendes vor dem Österreicher Stefan Babinsky (+0,35 Sekunden) und Franjo von Allmen aus der Schweiz (+0,37) durch. Topfavorit und Weltmeister Marco Odermatt verpasste als Vierter das Podest und gratulierte Franzoni zum ersten Erfolg im Weltcup. Der Alpin-Dominator will sich nun bei der Abfahrt am Samstag revanchieren.
Die deutschen Starter wurden deutlich distanziert: Simon Jocher konnte seinen fünften Platz aus dem Super-G von Livigno Ende Dezember nicht bestätigen; der Garmischer landete mit 2,84 Sekunden Rückstand fernab der Top 20. "Es hat sich besser angefühlt, als die Zeit widerspiegelt", sagte Jocher im ZDF und räumte ein: "Ich war viel zu brav. Ich war nicht so ganz wach." Routinier Romed Baumann verpasste danach gar die Punkteränge der besten 30 (+4,50).
Franzoni: Kumpel und Teamkollege starb bei Trainingssturz
Franzoni indes kommt just vor den Olympischen Spielen in seiner Heimat immer besser in Schwung. Im Super-G von Gröden hatte er vor Weihnachten erstmals einen Podestplatz im Weltcup erobert, nun folgte der Sieg. Seine Form deutete er bereits bei den zwei Abfahrtstrainings in Wengen an, die er deutlich gewann. "Das ist verrückt. Wenn man an sich glaubt, ist alles möglich", sagte er im ORF und erinnerte daran, dass er just in Wengen 2023 stürzte und sich verletzte.
Und dieser Winter hatte für den Sportler vom Gardasee mit einem noch größeren Schock begonnen: Sein Teamkollege und Kumpel Matteo Franzoso verunglückte im Sommertraining in Chile tödlich. Bereits in Gröden erzählte Franzoni unter Tränen, dass er seinen Erfolg dem gestorbenen Freund widme.
Odermatt-Revanche am Samstag?
Auch bei der klassischen Abfahrt am Samstag (12.30 Uhr/ZDF und Eurosport), der längsten im Kalender, ist Franzoni ein Podiumsanwärter. Odermatt will indes den vierten Abfahrtssieg nacheinander in Wengen feiern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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