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Ski alpin Weltcup der Damen in Soldeu: Emma Aicher feiert famosen Super-G-Sieg in Andorra

Wie schlägt sich die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann beim Weltcup in Soldeu nach den Olympischen Spielen? Bild: picture alliance/dpa/AP | Pier Marco Tacca

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  • Ski alpin Weltcup der Damen 2025/26 - aktuelle Ergebnisse
  • Zeitplan für Super-G am 28.02. und 01.03. in Soldeu (Andorra)
  • Weltcup-Ergebnisse im News-Ticker

Die alpinen Skirennfahrerinnen starteten am 25. Oktober in die neue Weltcup-Saison. Bis März wollen Stars wie die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die Italienerin Sofia Goggia sowie die deutschen Hoffnungen Lena Dürr und Emma Aicher wieder ihre Bestleistungen zeigen. Besondere Spannung versprachen die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina im Februar. Im Anschluss steht am 28. Februar und 1. März nun ein weiterer Weltcup mit zwei Super-G in Soldeu an. Wir informieren Sie hier über alle Ergebnisse aus Andorra.

Ski alpin Weltcup 2025/26 der Damen: Zeitplan für die Super-G in Soldeu (Andorra)

Der Zeitplan in Soldeu sieht wie folgt aus:

Datum Uhrzeit (MEZ)* Wettbewerb Siegerin
Samstag, 28.02.2026

10.15 Uhr

Super-G Emma Aicher
Samstag, 01.03.2026 10.15 Uhr Super-G

Ski-alpin-Weltcup der Damen im News-Ticker: Alle Ergebnisse aus Soldeu auf einen Blick

An dieser Stelle halten wir Sie über alle wichtigen Neuigkeiten im alpinen Skiweltcup der Damen auf dem Laufenden.

+++ 28.02.2026: Ski-Ass Aicher feiert famosen Super-G-Sieg in Andorra +++

Skirennfahrerin Emma Aicher hat in überlegender Manier den Super-G von Soldeu gewonnen. Die beste deutsche Alpin-Athletin und zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin setzte sich bei dem Weltcup-Event in Andorra mit 0,88 Sekunden Vorsprung vor Alice Robinson aus Neuseeland durch. Dritte wurde die Schweizerin Corinne Suter, die schon fast eine Sekunde Rückstand auf Aicher hatte. Kira Weidle-Winkelmann als zweitbeste DSV-Starterin in Soldeu lag nach 31 Starterinnen auf dem siebten Platz.

Einen Tag nach ihrem vierten Rang in der Abfahrt zeigte Aicher eine fast fehlerfreie Fahrt mit mutiger Linie - auch wenn sie selbst das zunächst anders einschätzte. "Ich finde jetzt nicht, dass es voll durchgezogen war", sagte die 22-Jährige in der ARD. "Ich habe mir während der Fahrt gedacht: Ein bisschen konsequenter fahren! Aber vielleicht hat es ja ganz gut gepasst."

Und wie: Aicher konnte über ihren fünften Weltcup-Sieg und den dritten in diesem Winter jubeln. Sie hatte zuvor schon die Abfahrt im Dezember in St. Moritz und einen Super-G im Januar in Tarvisio gewonnen. Bei den Winterspielen in Cortina holte das deutsche Ski-Juwel dann Silber sowohl in der Abfahrt als auch in der Team-Kombination an der Seite von Weidle-Winkelmann.

Durch den souveränen Erfolg hielt Aicher sogar die Chance auf den Gewinn der Disziplin-Gesamtwertung aufrecht: Sie hat als nun Drittplatzierte nur noch 96 Punkte Rückstand auf die führende Sofia Goggia; die Italienerin verpasste in Soldeu die Top fünf. An diesem Sonntag (10.15 Uhr/ARD und Eurosport) steigt in Andorra gleich der nächste Super-G der Frauen.

Auch in der Abfahrt hat Aicher gute Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel als Disziplin-Beste der Saison: Sie hat dort als Zweitplatzierte 94 Zähler Rückstand auf Lindsey Vonn; die Amerikanerin kann nach ihrer schweren Verletzung von Olympia aber in dem Winter kein Rennen mehr bestreiten.

+++ Abfahrts-Vierte in Soldeu: Aicher rückt näher an Vonn heran +++

Skirennfahrerin Emma Aicher hat im ersten Weltcup nach den Winterspielen einen Podestplatz knapp verpasst. Die zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin wurde in der Abfahrt von Soldeu in Andorra Vierte. Beim Sieg der Schweizerin Corinne Suter vor Nina Ortlieb aus Österreich fehlten Aicher 0,29 Sekunden auf die drittplatzierte Sofia Goggia (Italien). Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann schaffte es indes knapp nicht in die Top Ten.

"Es ist okay", resümierte Aicher nach ihrer Fahrt in der ARD. "Ich habe ein paar Fehler eingebaut und mich ein bisschen ohne Spannung hinuntertreiben lassen." Dass sie - anders als andere Konkurrentinnen - erstmals in Andorra im Einsatz war, sei aber kein Nachteil gewesen. "Am Renntag spielt keine Rolle, wie oft man den Hang schon runtergefahren ist", sagte sie.

Dennoch machte die 22-Jährige einen großen Schritt in Richtung Gewinn der Abfahrts-Gesamtwertung in diesem Winter. Der vierte Platz bringt ihr 50 Punkte ein, der Rückstand auf die verletzte Führende Lindsey Vonn (400 Zähler) schrumpfte auf noch 94 Zähler zusammen. Es stehen in dieser Saison noch drei Abfahrten aus. Aicher - bei Olympia mit Silber sowohl in der Abfahrt als auch in der Teamkombination an der Seite von Weidle-Winkelmann dekoriert - hat also weiter gute Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel.

Daran aber habe sie "überhaupt nicht" gedacht, beteuerte die derzeit beste Alpin-Athletin des Deutschen Skiverbandes. "Ich muss mich auf mich fokussieren, dass ich gut skifahre. Sonst gibt es eh keine Möglichkeit."

Vonn hatte den bisherigen Abfahrts-Winter klar dominiert und war in allen fünf Weltcuprennen dieser Disziplin auf das Podest gefahren - darunter waren zwei Siege. Ihr Sturz bei den Olympischen Spielen in Cortina und die schwere Unterschenkel- und Knieverletzung aber lassen ein Comeback der 41-Jährigen nicht mehr zu. Zuletzt hatte die Amerikanerin in einem emotionalen Video erzählt, dass Ärzte bei einer Not-OP sogar das linke Bein vor einer Amputation retten mussten. Vonn geht noch von einer sehr langen Reha-Zeit aus.

In Andorra finden am Samstag und Sonntag noch zwei Super-G (jeweils 10.15 Uhr) statt. In der nächsten Woche folgen dann zwei Abfahrten und ein Super-G in Val di Fassa. Die letzte Chance für Weltcup-Punkte gibt es dann beim Abfahrts-Saisonfinale am 21. März in Lillehammer.

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/news.de/dpa

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