Nach den Eisheiligen: Die wichtigsten Gartenarbeiten im Mai im Überblick
Im Mai dürfen endlich frostempfindliche Pflanzen ins Beet gepflanzt werden. Bild: AdobeStock / encierro
Von news.de Redakteurin Anika Bube
30.04.2026 06.00
- Nach den Eisheiligen dürfen empfindliche Pflanzen endlich raus
- Kartoffeln anhäufeln bringt deutlich mehr Ertrag
- Richtig gießen und pflanzen entscheidet jetzt über Erfolg oder Misserfolg im Sommer
Nach den Eisheiligen beginnt im Mai die wichtigste Zeit für Hobbygärtner.Was jetzt gepflanzt, gesät und gepflegt wird, bestimmt, wie üppig die Ernte und Blüte im Sommer ausfällt.
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Gartenarbeit nach den Eisheiligen: Was im Mai zu tun ist
Zwar gilt der Mai als Wonnemonat, doch zwischen dem 11. und 15. Mai, den sogenannten Eisheiligen, können die letzten Nachtfröste auftreten. Erst danach müssen Hobbygärtner in der Regel keine Frostschäden mehr befürchten und empfindliche Pflanzen können endlich ins Freiland ziehen. Tomaten, Gurken und Chili, die bisher drinnen vorgezogen wurden, vertragen nun die Bedingungen im Garten. Wichtig: Jungpflanzen vorher an die Außenbedingungen gewöhnen. Dann klappt der Umzug ins Beet ohne Stress.
Kartoffeln anhäufeln für bessere Erträge
Wer im Frühjahr Kartoffeln gepflanzt hat, sollte jetzt aktiv werden. Sobald die ersten grünen Triebe sichtbar sind, werden sie mit Erde angehäufelt. Das sorgt dafür, dass sich zusätzliche Wurzeln und später mehr Knollen bilden. Das Ergebnis: deutlich höhere Erträge bei der Ernte.
Auch für Blumen ist im Mai der perfekte Zeitpunkt. Sommerblumen können direkt ins Beet gesät werden. Besonders beliebt sind Wildblumenmischungen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch Insekten anlocken. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung: Boden lockern, Unkraut entfernen und je nach Bodenart Sand oder Kompost einarbeiten.
Knollenpflanzen setzen - Balkon und Terrasse bepflanzen
Dahlien, Lilien und andere frostempfindliche Knollenpflanzen dürfen jetzt in die Erde. Wichtig: Nur feste, gesunde Knollen verwenden und richtig herum einsetzen – die Spitze zeigt nach oben. Ein kleiner Trick: Pflanzstellen markieren, damit später nichts versehentlich beschädigt wird.
Auch Balkonpflanzen starten jetzt durch. Nach Frühblühern wie Stiefmütterchen oder Primeln ziehen jetzt Sommerblumen in Kästen und Töpfe ein. Je nach Standort sollte die Auswahl an Sonne oder Schatten angepasst werden.
Rasen neu anlegen
Der Mai bietet perfekte Voraussetzungen für neue Rasenflächen. Die Temperaturen sind mild, der Boden ausreichend warm. Wichtig ist eine gründliche Vorbereitung: Erde lockern und gleichmäßig aussäen. Alternative: Rasenersatzpflanzen wie Polsterthymian – pflegeleicht und insektenfreundlich.
Richtig gießen
Beim Gießen gilt jetzt eine einfache Regel: morgens statt abends. So verdunstet weniger Wasser und die Pflanzen können besser trocknen. Das schützt vor Pilzbefall. Wichtig ist außerdem: lieber selten, dafür gründlich gießen. Eine Gießkanne reicht etwa für einen Quadratmeter.
Die wichtigsten Gartenarbeiten im Mai im Überblick
- Vorgezogene Pflanzen (Tomaten, Gurken, Chili) ins Freiland setzen
- Direkt aussäen: Salat, Möhren, Radieschen, Bohnen, Zucchini
- Jungpflanzen abhärten (vor dem Auspflanzen an draußen gewöhnen)
- Beete lockern, Unkraut entfernen und mulchen
- Rankhilfen für Kletterpflanzen (z. B. Gurken, Erbsen) aufstellen
- Kartoffeln anhäufeln (für höhere Erträge)
- Frühbeete ausdünnen und nachpflanzen
- Gemüsenetze gegen Schädlinge (z. B. Kohlfliege) anbringen
- Sommerblumen direkt ins Beet säen
- Stauden pflanzen oder teilen
- Verblühte Frühblüher zurückschneiden
- Knollenpflanzen (Dahlien, Lilien) einsetzen
- Regelmäßig düngen und gießen
- Rasen neu anlegen oder nachsäen
- Regelmäßig mähen (nicht zu kurz)
- Mulchschichten gegen Austrocknung nutzen
- Obstbäume auf Schädlinge kontrollieren
- Fruchtansätze ggf. ausdünnen
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