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Bis zu 300 Euro mehr: Lufthansa lässt Flugpreise mit Zuschlägen explodieren

Die Fluggesellschaft Lufthansa hat die Ticketpreise deutlich verteuert - um bis zu 300 Euro mehr. Bild: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

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  • Lufthansa verteuert seine Flugpreise um bis zu 300 Euro mehr
  • Die tatsächlichen Preise für Tickets variieren je nach Buchungsklasse
  • Grund für die Teuerung sind unter anderem die gestiegenen Ölpreise

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Der Iran-Krieg schlägt sich auf die Flugpreise nieder: Die Lufthansa Group hat ihre Zuschläge auf Langstreckenverbindungen deutlich angehoben. So verteuerten sich Hin- und Rückflüge um bis zu 300 Euro - ein deutlicher Aufschlag, der bei vielen Urlaubern für Verärgerung sorgen könnte.

First-Class-Ticket nach New York kostet 300 Euro mehr

Die Preissprünge fallen je nach Buchungsklasse sehr unterschiedlich aus. Für einen Business-Class-Flug von Frankfurt nach New York und zurück werden mittlerweile rund 200 Euro mehr fällig als noch Ende vergangenen Jahres. In der First Class beträgt der Aufschlag laut "Aero Telegraph" sogar etwa 300 Euro pro Hin- und Rückflug.

Wer bei Abflügen aus Nordamerika bucht, muss teilweise noch tiefer in die Tasche greifen. In Einzelfällen summieren sich die Zuschläge dort auf über 3.000 Dollar. Deutlich glimpflicher kommen Economy-Passagiere davon: Hier bewegen sich die Aufschläge meist "nur" zwischen 10 und 50 Euro je nach Strecke. Auffällig: Nicht alle Routen sind gleichermaßen betroffen. Während Verbindungen nach Nord- und Mittelamerika teurer wurden, blieben Tickets nach Ostasien teilweise stabil oder sanken sogar leicht.

Ölpreis explodiert - Treibstoff-Kosten schießen in die Höhe

Hinter den Preissprüngen steckt ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. So hat der Iran-Krieg den Ölmarkt massiv unter Druck gesetzt: Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl kletterte von knapp unter 70 Dollar vor Kriegsbeginn auf aktuell rund 100 Dollar, was sich auch auf den Preis für den Flugzeugtreibstoff Kerosin auswirkt.

Der Ausfall wichtiger Drehkreuze im Nahen Osten verschärft die Lage weiter. Über die Flughäfen Dubai, Abu Dhabi, Doha und Bahrain werden normalerweise täglich rund 526.000 Passagiere abgefertigt, wie der Welttourismusverband mitteilte. Durch weitreichende Luftraumsperrungen sind Flüge in diesem Raum nun nicht mehr möglich. Die Nachfrage nach Direktflügen ist deshalb sprunghaft gestiegen.

Neue Light-Tarife entpuppen sich als Preiserhöhung

Parallel zu den gestiegenen Zuschlägen hat die Lufthansa Group ihre Tarifstruktur umgebaut. Dabei fallen die Leistungen deutlich geringer aus als bisher gewohnt. Wer den günstigsten Tarif bucht, erhält nur noch ein Gepäckstück statt zwei. Für die Sitzplatzreservierung werden selbst Statuskunden zur Kasse gebeten – in der Business Class mindestens 80 Euro.

Laut dem Portal "Travel Dealz" handelt es sich de facto um eine versteckte Preiserhöhung: Der bisherige Basic-Tarif wurde schlicht in Light umbenannt, während der Einstiegspreis unverändert blieb. Für die gewohnten Inklusivleistungen müssen Passagiere zudem nun einen Aufpreis zahlen. In der Business Class beträgt dieser 55 Euro pro Strecke, in der Premium Economy 35 Euro. Die neuen Tarife gelten zunächst für Verbindungen nach Asien, Afrika und Südamerika.

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