Regina Zindler todkrank: "Maschendrahtzaun"-Kultstar liegt im Sterben
Die Auerbacher Hausfrau Regina Zindler, bekannt geworden durch den "Maschendrahtzaun", ist Berichten zufolge todkrank. Bild: picture-alliance / dpa | Thomas_Kretschel
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
01.05.2026 10.47
- Regina Zindler liegt mit Krebs im Endstadium im Sterben
- Ihr Ehemann rechnet mit "vier bis acht Wochen" verbleibender Zeit
- Die "Maschendrahtzaun"-Ikone wurde 1999 durch einen TV-Auftritt berühmt
Regina Zindler, die 1999 durch Stefan Raabs Hit "Maschendrahtzaun" unfreiwillig zur TV-Ikone wurde, kämpft mit einer schweren Krebserkrankung. Die 79-Jährige befindet sich im Endstadium und wird in ihrer Wohnung in Zwickau palliativ versorgt.
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Regina Zindler liegt im Sterben: Ehemann bestätigt traurige Diagnose
Ihr Ehemann bestätigte gegenüber "Bild" die erschütternde Diagnose: "Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium." Der Tumor habe sich im Unterleib ausgebreitet. "Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein", erklärte er mit trauriger Stimme.
Die einstige Kultfigur fühle sich stark geschwächt und möchte weder Besucher empfangen noch fotografiert werden.
Vom Nachbarschaftsstreit zum Nummer-1-Hit
Der Weg zur unfreiwilligen Berühmtheit begann für die damalige Hausfrau aus Sachsen vor einem TV-Gericht. Bei "Richterin Barbara Salesch" auf Sat.1 stritt sie 1999 mit ihrem Nachbarn über einen Knallerbsenstrauch, der zu dicht an ihrem Zaun wuchs. Den Prozess verlor sie zwar, doch das spielte für ihre Karriere als Kultfigur keine Rolle.
Entertainer Stefan Raab entdeckte den Ausschnitt und verarbeitete Zindlers markanten sächsischen Dialekt zu einem Song. Das Ergebnis: "Maschendrahtzaun" hielt sich sechs Wochen lang an der Spitze der deutschen Charts. Die resolute Sächsin brachte damit ein Stück Ostdeutschland in westdeutsche Wohnzimmer – und wurde über Nacht zum Medienphänomen.
Der Preis der plötzlichen Berühmtheit
Mit dem Charterfolg kam jedoch auch die Kehrseite des Ruhms. Schaulustige pilgerten zu Zindlers Grundstück, um den berühmten Zaun zu sehen. Teile davon sollen sogar gestohlen worden sein. Anfangs genoss die Sächsin die Aufmerksamkeit noch, doch der Druck wuchs stetig – nicht zuletzt, weil sie wegen ihres Dialekts häufig verspottet wurde.
Schließlich zog Zindler die Konsequenzen: Sie verkaufte Haus und Zaun und siedelte nach Berlin über. Später kehrte sie jedoch in ihre Heimat zurück und ließ sich in Zwickau nieder, wo sie bis heute mit ihrem Mann lebt.
Kein Groll gegen Stefan Raab
Trotz aller Turbulenzen zeigte sich Zindler versöhnlich. In einem Interview aus dem Jahr 2014 erklärte sie, dem Entertainer nicht böse zu sein – schließlich habe er lediglich einen Song produziert. Finanziell profitierte sie durchaus von ihrem ungewollten Ruhm: Rund 75.000 D-Mark, umgerechnet etwa 38.000 Euro, brachte ihr die Beteiligung am Hit ein.
Seit jenem Interview war es still um die einstige Kultfigur geworden. Nun steht ihr Ehemann vor der schwersten Zeit: "Ich werde bis zum Schluss für sie da sein", versicherte er der "Bild".
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