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Miriam Margolyes: "Tod fühlt sich nah an!" Harry-Potter-Star schockt in Doku

Miriam Margolyes (2.v.l.) spielte in "Harry Potter"-Reihe Professor Sprout. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Visual/Allaction.Co.

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  • Neue BBC-Doku zeigt Miriam Margolyes so privat wie nie
  • 84-jährige Schauspielerin spricht offen über Angst, Schmerzen und Sterblichkeit
  • Trotz allem feiert sie weiter Erfolge auf der Bühne

Die britische Schauspielerin Miriam Margolyes gewährt in einer neuen BBC-Dokumentation einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in ihr Leben. Die 84-Jährige spricht darin mit bemerkenswerter Offenheit über ihre eigene Sterblichkeit.

"Harry Potter"-Star Miriam Margolyes spricht über den Tod

Das Projekt mit dem Titel "Miriam Made Me Me" entstand ursprünglich als Podcast-Idee, entwickelte sich jedoch zu einem Dokumentarfilm. Aufnahmen von FaceTime-Gesprächen und Unterhaltungen mit ihrem Freund Simon Draper in ihrem Zuhause wurden dabei zu einem authentischen Porträt zusammengefügt. Auf die Frage nach ihrer Sterblichkeit antwortet Margolyes gewohnt unverblümt – der Tod fühle sich für sie mittlerweile nah an.

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Schmerzhafte Behandlung und die Angst vor dem Eingriff

Die Dokumentation zeigt auch die körperlichen Beschwerden der Schauspielerin. In einer Szene begleitet die Kamera Margolyes auf dem Weg zu einer Wirbelsäuleninjektion, die ihre Schmerzen lindern soll. Auf dem Weg zum Taxi gesteht sie, "ängstlich und verängstigt" zu sein.

Mit ihrem typischen schwarzen Humor scherzt sie halb im Ernst über die Risiken des Eingriffs. Falls etwas schiefgehen sollte, wolle sie, dass ihre letzten Worte lauten: "Danke, Welt, für eine wunderbare Reise." Eine Bemerkung, die sowohl ihre Verletzlichkeit als auch ihre unerschütterliche Lebensfreude offenbart.

Schauspielerin steht trotz schwacher Blase auf Bühne

Dennoch steht Margolyes weiterhin vor Publikum – und das mit großem Erfolg. Ihr Freund Simon Draper begleitete sie nach Australien, wo sie ihre letzte Show einer Tournee im Sydney Opera House gab. Tausende Menschen strömten herbei, um die Schauspielerin stundenlang auf der Bühne zu erleben.

Doch hinter den Kulissen zeigt sich die Realität: Vor dem Auftritt packt sie vorsichtshalber Ersatzunterwäsche ein, da ihre Blase aufgrund eines schwachen Beckenbodens gelegentlich versagt. "Ich bin immer ein bisschen nervös kurz vorher, falls ich nicht abliefere. Die Leute kommen mit Erwartungen", erklärt sie. Der Moment der Verbindung mit dem Publikum sei jedoch unvergleichlich.

Spätes Karrierehoch und finanzielle Erfolge

Margolyes reflektiert in der Dokumentation auch über die Ironie ihres späten Ruhms. "In meinen Achtzigern bin ich nicht nur behindert geworden, sondern auch viel populärer", sagt sie. Mit dem Reichtum hätte sie gerne früher Bekanntschaft gemacht – für zwei Bücher erhielt sie jeweils eine Viertelmillion Pfund.

Ihre Karriere begann einst an der renommierten Oxford High School und führte über Cambridge, wo sie 1962 in einer Footlights-Show neben späteren Monty-Python-Mitgliedern auftrat. Bei einer Vorführung der Dokumentation in London deutete sie an, in den kommenden Jahren möglicherweise kürzertreten zu wollen – um mehr Zeit mit ihrer langjährigen Partnerin Heather Sutherland zu verbringen.

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/bos/news.de/stg

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