Gil Ofarim: Sein Anwalt bricht das Dschungelschweigen - Maulkorb und Schmerzensgeld
Sänge Gil Ofarim wiegelt bei Nachfragen zu seinem Prozess stets ab und verweist auf eine Verschwiegenheitserklärung. Bild: RTL
Erstellt von Ines Fedder
05.02.2026 08.40
- Anwalt von Gil Ofarim erklärt Dauerschweigen von Gil Ofarim im Dschungelcamp
- Verschwiegenheitserklärung? Anwälte haben ihm einen Maulkorb verpasst
- Darum kam für Gil das Dschungelcamp-Angebot gerade richtig
- 40.000 Euro Schmerzensgeld-Forderung müssen beglichen werden
Seit Tagen brennt den Mitcamper:innen und auch den Zuschauer:innen offenbar nur eine Frage auf der Zunge: Was genau war damals in dem Leipziger Hotel passiert? Während Gil Ofarim zu den Vorwürfen schweigt, meldet sich überraschend sein Anwalt zu Wort. Und was der zu sagen hat, überrascht dann doch.
Anwalt Alexander Stevens packt über Gil Ofarim bei Instagram aus
Alexander Stevens, bekannter Podcaster und Anwalt des Sängers, hat am Mittwochnachmittag in einem Instagram-Livestream überraschende Details zum Davidstern-Skandal preisgegeben. Der Jurist, der den Musiker im Leipziger Prozess verteidigt hatte, sprach gemeinsam mit Strafrichter Thorsten Schleif über den Fall.
Gil Ofarim soll 40.000 Euro Schmerzensgeld an den Hotelmitarbeiter zahlen
Dabei enthüllte Stevens erstmals die konkrete Summe, die sein Mandant dem betroffenen Hotelmitarbeiter schuldet: 40.000 Euro Schmerzensgeld. "Er hat dem Hotelmitarbeiter ein angemessenes, aber durchaus üppiges Schmerzensgeld in Aussicht gestellt und sich verpflichtet, es zu bezahlen", erklärte der Anwalt. Diese Zahlung sei bislang allerdings noch nicht erfolgt, da der Sänger offenbar nicht liquide war. Gut, dass da das Dschungelcamp-Angebot kam.
"Maulkorb" für den Dschungelcamp-Kandidaten statt Verschwiegenheitserklärung
Warum der 43-Jährige im australischen Busch beharrlich zu den Vorwürfen schweigt, obwohl seine Mitcamper ihn täglich damit konfrontieren? Stevens lieferte die Erklärung: "Wir Anwälte haben ihm einen Maulkorb verpasst." Die Begründung für diese strikte Linie sei eindeutig: "Weil ein solcher hochkomplexer, juristischer Sachverhalt nicht in den Dschungel gehört."
Ofarim selbst verweist in der RTL-Show stets auf eine Verschwiegenheitserklärung, die ihm detaillierte Aussagen untersage. Der Anwalt stellt jedoch klar: Eine Verschwiegenheitserklärung in dem Sinne gibt es nicht - jedoch eine Unterlassungserklärung.
Dschungelcamp als finanzielle Rettung für den Sänger
Mit einer geschätzten Gage zwischen 250.000 und 300.000 Euro wird Ofarim das ausstehende Schmerzensgeld nun begleichen können. Ohne die Show wäre ihm das nach Aussage seines Anwalts schlicht nicht möglich gewesen. Ob damit das Kapitel endgültig abgeschlossen ist, bleibt offen.
Der Ursprung des Davidstern-Skandals
Die Affäre nahm ihren Anfang im Jahr 2021, als Ofarim einen Angestellten eines Leipziger Hotels öffentlich bezichtigte, ihn aufgrund seines jüdischen Glaubens diskriminierend behandelt zu haben. Doch weder Videoaufnahmen noch Zeugenaussagen oder polizeiliche Ermittlungen konnten diese Darstellung stützen.
Die Staatsanwaltschaft erhob daraufhin Anklage wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung. Im November 2023 gestand der Musiker vor Gericht ein, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zuträfen. Das Strafverfahren wurde schließlich gegen eine Geldauflage eingestellt – ein Schuldspruch erging nicht.
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