HTEC Forschung: Nur eine von drei Organisationen im Gesundheitswesen ist bereit für die Skalierung von KI: Pressemeldung
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29.04.2026 19.33
Führende Unternehmen im Gesundheitswesen und in der Life-Science-Branche bringen KI mit Vorsicht voran—Fragmentierung, Kompetenzlücken und Herausforderungen bei der Umsetzung verlangsamen die unternehmensweite Wirkung
PALO ALTO, Kalifornien--(BUSINESS WIRE)--KI ist bereits in das Gesundheitswesen und den Life-Science-Sektor (Health & Life Sciences, HLS)eingebettet. Die meisten Organisationen nutzen sie und setzen großes Vertrauen in ihr Potenzial. Doch für viele fängt die eigentliche Herausforderung gerade erst an.
HTEC, ein global tätiger und auf KI spezialisierter Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Software- und Hardware-Design, veröffentlichte heute neue Forschungsergebnisse auf Basis einer globalen Umfrage unter 253 C-Level-HLS-Führungskräften in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Spanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Daten legen den Schluss nahe, dass sich die Fortschritte beim KI-Einsatz ungleichmäßig entwickeln—stark in Innovationsinseln, aber schwierig auf die gesamte Komplexität der Abläufe in der Gesundheitsversorgung und regulierte Abläufe auszuweiten.
“Echter Mehrwert entsteht erst, wenn Technologie gut durchdacht in die täglichen Arbeitsabläufe des medizinischen Personals integriert und auf die tatsächliche Art und Weise abgestimmt wird, in der die Gesundheitsversorgung geleistet wird”, sagte Alfred Olivares, Managing Partner, Healthcare & Life Sciences bei HTEC. “KI muss das klinische Fachwissen ergänzen und darf es nicht beeinträchtigen, wenn sie eine sinnvolle Wirkung entfalten soll.”
KI - weit verbreitet, aber schwierig zu skalieren
KI gehört im Gesundheitswesen und im Life-Science-Sektor inzwischen fest zur strategischen Agenda. Mehr als die Hälfte der Organisationen (52,2 %)berichten, dass KI schon jetzt in vielen Funktionsbereichen eingebettet ist und von praktisch allen führenden Unternehmen als Priorität betrachtet wird.
Trotz ihrer weit verbreiteten Nutzung bleibt die Skalierung von KI über klinische, betriebliche und F &E-Umgebungen hinweg schwierig, denn sie wird durch fragmentierte Systeme, Kompetenzlücken und die Notwendigkeit, einen Ausgleich zwischen Innovation einerseits und Sicherheit, Compliance und Vertrauen andererseits zu schaffen, verlangsamt.
Integration und Führungsausrichtung sind die größten Hindernisse
Der Studie zufolge bilden die Systemintegration und die Abstimmung auf Führungsebene die größten Hindernisse für die Skalierung von KI im Gesundheitswesen.
Verstärkt werden diese Herausforderungen durch:
- Fragmentierte Klinik- und Unternehmenssysteme
- Strenge regulatorische und Compliance-Anforderungen
- Hochgradig verteilte Ökosysteme, an denen Anbieter, Patienten, Kostenträger und Regulierungsbehörden beteiligt sind
Während 85,8 % der Führungskräfte von einer starken oder vollständigen Abstimmung auf strategischer Ebene berichten, bezeichnen 42,3 % nach wie vor eine mangelnde Abstimmung als Hindernis und verweisen damit auf eine kritische Lücke zwischen Absicht und Umsetzung.
In der Praxis sind sich die Organisationen zwar oft darüber einig, dass KI wichtig ist, aber sie sind sich uneinig darüber, wie Anwendungsfälle priorisiert, Investitionen verteilt und KI sicher in großem Maßstab umgesetzt werden sollen.
Edge-KI wird zu einer strategischen Priorität
Edge-KI spielt im Gesundheitswesen und im Life-Science-Sektor eine einzigartige strategische Rolle. Fast alle Führungskräfte geben an, mit Edge-KI vertraut zu sein, und 97,9 % äußern sich zuversichtlich, dass sie diese auch anwenden können.
Bemerkenswerterweise setzen die meisten Organisationen auf einen hybriden Edge-to-Cloud-Ansatz, bei dem sie Partnerschaften (61,7 %), Eigenentwicklungen (53,6 %) und Plattformen von Drittanbietern (53,2 %) miteinander kombinieren, um Echtzeitdaten von Geräten und Pflegeeinrichtungen mit zentralisierten klinischen, Forschungs- und Analysesystemen zu verknüpfen.
Dies verdeutlicht die wachsende Bedeutung von verteilten Versorgungsmodellen und vernetzten medizinischen Geräten sowie die Notwendigkeit, sensible Daten näher am Behandlungsort (Point of Care) zu verarbeiten.
Kompetenzlücken verlangsamen den Fortschritt und erhöhen die Kosten
Trotz starker Akzeptanz berichten fast alle Organisationen (93,7 %), dass es bei der technischen Kompetenz Lücken gibt, die sich unmittelbar auf ihre Fähigkeit zur Skalierung von KI auswirken. Die größten Lücken bestehen in den Bereichen Cybersicherheit und Datenschutz, KI-/ML-Fachwissen sowie DevOps und Automatisierung. Diese Einschränkungen führen bereits zu messbaren geschäftlichen Auswirkungen, denn 51,5 % der Organisationen berichten von höheren Kosten, 41,4 % verzeichnen eine geringere Innovationstätigkeit, und36,7 % sind mit längeren Markteinführungszeiten konfrontiert.
Nur eine von drei Organisationen ist bereit für die KI-Skalierung
Trotz der starken Akzeptanz und des großen Vertrauens in aufkommende Technologien wie Edge-KI ist nur etwa ein Drittel der Organisationen im Gesundheitswesen zuversichtlich, KI schnell skalieren zu können.
Gleichzeitig rechnen Führungskräfte damit, dass sie durch das Versäumnis, Chancen im Bereich KI und Edge-Computing zu nutzen, um durchschnittlich 1,65 Jahre zurückfallen würden, was deutlich macht, wie kurz das Zeitfenster für die Wettbewerbsfähigkeit geworden ist.
Dies markiert einen klaren Wendepunkt: Die Organisationen müssen die Phase der Experimente und isolierten Anwendungsfälle hinter sich lassen und zu einer koordinierten, unternehmensweiten Umsetzung übergehen.
Die nächste Phase der KI im Gesundheitswesen
Das Gesundheitswesen und der Life-Science-Sektor haben bei der Einführung von KI bereits eine starke Dynamik entfaltet. Die nächste Phase wird jedoch nicht davon bestimmt sein, wie weit verbreitet KI ist, sondern davon, wie effektiv sie umgesetzt und in die bestehenden Arbeitsabläufe der Ärzte eingebunden wird.
Die Organisationen, die vorankommen werden, sind diejenigen, die
- kontrollierte, wiederverwendbare Datengrundlagen aufbauen
- sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene eine Abstimmung herstellen
- außer in Technologie auch in Workforce-Enablement-Projekte investieren
- KI direkt in klinische und betriebliche Arbeitsabläufe integrieren
“Das Fenster für die Wettbewerbsfähigkeit ist schmal, aber noch nicht geschlossen”, sagte Stefan Mrsic, Managing Partner, Healthcare & Life Sciences bei HTEC. “Die nächste Phase wird bestimmt sein von der Fähigkeit, Innovation mit Sicherheit, Erklärbarkeit und menschlichem Urteilsvermögen zu kombinieren.”
Die Studie zum Stand der KI im Gesundheitswesen und im Life-Science-Sektor2025-2026 steht ab sofort zumDownload bereit.
Über die Studie
Der Bericht wurde von HTEC in Auftrag gegeben und von Censuswide durchgeführt.Er umfasst die Erkenntnisse von 1.529 C-Suite-Führungskräften in den USA, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Spanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten und berücksichtigt CEOs, CIOs, CTOs, CDOs, CFOs, COOs, CPOs und CSOs aus allen Branchen, unter anderem der Finanzdienstleistungs-, Gesundheits-, Automobil-, Telekommunikations-, Einzelhandels- und Halbleiterbranche.
Über HTEC
HTEC Group Inc.{rel=nofollow target=blank} _ist ein weltweit tätiger und auf KI spezialisierter Anbieter von strategischer Software, hardwareintegriertem Design und Ingenieursdienstleistungen. Die HTEC Group Inc. ist spezialisiert auf fortschrittliche Technologien, Finanzdienstleistungen, Medizintechnik, Automobilindustrie, Telekommunikation sowie Unternehmenssoftware und -plattformen. HTEC verfügt über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Unterstützung von Fortune-500-Unternehmen und wachstumsstarken Unternehmen bei der Lösung komplexer technischer Herausforderungen, der Steigerung der Effizienz, der Reduzierung von Risiken und der Beschleunigung der Markteinführung. HTEC ist stolz darauf, Spitzenkräfte anzuziehen, und hat die Standorte seiner über 20 Kompetenzzentren strategisch ausgewählt, um dies zu ermöglichen.
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