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JD Vance: "Schauen Sie sich diese Frau an!" Trump-Vize löst Rassismus-Debatte aus

Nach einer Rede in Milwaukee sieht sich JD vance Rassismus-Vorwürfen gegenüber. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Mark Schiefelbein

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  • JD Vance kommentierte bei einer Rede das Aussehen einer verurteilten Betrügerin
  • Im Netz hagelte es Rassismus-Vorwürfe – andere verteidigten den US-Vizepräsidenten
  • Die Frau wurde wegen eines Medicaid-Betrugs in Millionenhöhe zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt

Bei einem Auftritt in Milwaukee hat JD Vance mit einer Bemerkung eine hitzige Debatte ausgelöst. Während der US-Vizepräsident über den Kampf gegen Betrug in staatlichen Sozialprogrammen sprach, zeigte er das Foto einer verurteilten Betrügerin und kommentierte nicht nur ihre Straftat, sondern auch ihr äußeres Erscheinungsbild. Kurz darauf überschlugen sich die Reaktionen im Netz. Der Vorwurf: Rassismus.

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"Schauen Sie sich diese Frau an!" Vance sorgt mit Kommentar für Rassismus-Eklat

Während seiner Rede präsentierte Vance eine Tafel mit einem Foto von zwei Frauen. Zunächst stellte er klar: "Ich möchte klarstellen, dass die Frau im Hintergrund nichts falsch gemacht hat." Anschließend richtete er den Blick auf die verurteilte Betrügerin: "Aber schauen Sie sich diese Frau im Vordergrund an mit dem selbstgefälligen Blick und der Louis-Vuitton-Tasche!" Die Aussagen sorgten unmittelbar nach der Veranstaltung für heftige Kritik. Zahlreiche Nutzer warfen dem US-Vizepräsidenten rassistische Motive vor.

Mehr als 2,3 Millionen Dollar Schaden: Betrügerin muss über zehn Jahre ins Gefängnis

Bei der von Vance gezeigten Frau handelt es sich um Markita Barnes aus Milwaukee. Sie wurde im März 2026 wegen Medicaid-Betrugs zu 121 Monaten Haft verurteilt. Barnes leitete die Organisation "Here for You", die gefährdete Schwangere und junge Mütter unterstützen sollte. Nach Überzeugung des Gerichts nutzte sie das Programm jedoch systematisch aus: Sie warb Klientinnen mit Schmiergeldern an, rechnete anschließend nie erbrachte Leistungen ab und schleuste die Einnahmen durch Geldwäsche. Der finanzielle Schaden belief sich auf mehr als 2,36 Millionen Dollar.

Vance machte in seiner Rede deutlich, welche Folgen der Betrug aus seiner Sicht hatte: "Eine Frau, die buchstäblich von jungen Müttern gestohlen hat, die pränatale Versorgung brauchten." Nach seinen Angaben musste der Bundesstaat Wisconsin das betroffene Programm wegen fehlender Mittel einschränken.

Rassismus-Vorwürfe gegen JD Vance spalten das Netz

Vor allem Vances Bemerkung über den "selbstgefälligen Blick" und die Louis-Vuitton-Tasche sorgte auf der Plattform X für eine Welle der Empörung. "Wir sind jetzt also einfach offen rassistisch. Wie widerlich", schrieb ein X-Nutzer. Ein anderer kommentierte: "Das ist ein furchtbares Beispiel! Zwei unterschiedliche Ethnien zu verwenden, um einen Punkt zu machen, ist keine gute Idee." Andere Nutzer verteidigten den Republikaner und verwiesen auf die rechtskräftige Verurteilung der Frau. "Die Frau wurde wegen Gesundheitsbetrugs verurteilt, geht für zehn Jahre ins Gefängnis und muss über zwei Millionen Dollar zurückzahlen. Wen interessiert da ihre Hautfarbe?", argumentierte ein X-Nutzer. Auch grundsätzliche Kritik an Vances Auftritt wurde laut: "Wenn das Argument davon abhängt, jemandes Gesicht oder Handtasche zu verspotten, ist es wahrscheinlich ein schwaches Argument."

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/ife/news.de

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