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Péter Magyar: Ungarns Premierminister stellt Moderatorin und Sender im Staats-TV bloß

Peter Magyar ist der neue ungarische Premierminister. Bild: picture alliance/dpa/AP | Denes Erdos

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  • Péter Magyar mit ikonischem TV-Auftritt nach Erdrutsch-Sieg
  • Ungarns Premierminister macht klare Ansage im Staatsfernsehen
  • Magyar stellt Moderatorin und Sender im Staatsfernsehen bloß

Machtwechsel in Ungarn. Nach Jahren unter Viktor Orbán steht das Land nach dem Erdrutsch-Sieg von Péter Magyar vor einem politischen Neustart. Nach dem Wahlsieg haben Magyar und seine Partei Tisza einen umfassenden Kurswechsel angekündigt. Bei einem TV-Auftritt kurz nach der Wahl bekräftigte der neue ungarische Premierminister dieses Vorhaben und sorgte im Zuge dessen für einen ikonischen Auftritt.

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Péter Magyar mit ikonischem TV-Auftritt - Ungarns Premierminister stellt Moderatorin und Sender bloß

Beim Fernsehsender M1, der genau wie der Radiosender Kossuth-Radio zur staatlichen Rundfunk-Holding MTVA gehört, zeigte sich Péter Magyar nicht nur schlagfertig, sondern auch angriffslustig. Denn in einem Video, welches einen Ausschnitt seines Interviews zeigt und beim Kurznachrichtendienst X geteilt wurde, ist zu sehen, wie der neue ungarische Premierminister nicht nur die M1-Moderatorin Csete Beáta, sondern den gesamten Sender bloßstellte.

Péter Magyar liest Staatssender die Leviten nach Wahlsieg

Denn zuvor war Péter Magyar, obwohl er der Vorsitzende der größten Oppositionspartei war, 15 Monate nicht mehr zu Gast bei dem staatlichen Fernsehsender. Eine Tatsache, die der Politiker nicht vergessen hat. Weiterhin warf er dem Sender und der Moderatorin vor, ihn boykottiert, beschimpft, diffamiert und sogar seine Kinder in ihre Schmutzkampagne mit hineingezogen zu haben. Doch am Ende erklärte er an Csete Beáta gewandt: "Es ist in Ordnung, ich hege keinen persönlichen Groll, es ist das System, das wir reformieren müssen."

Ungarischer Premierminister mit klarer Ansage: "Der Lügenfabrik wird ein Ende gesetzt"

Zudem fügte er hinzu: "Der Lügenfabrik wird ein Ende gesetzt. Wir werden unabhängige, objektive und unparteiische Medien schaffen." In den sozialen Netzwerken erntete Péter Magyar für seinen Auftritt und die klare Ansage reichlich Beifall. "So reagiert man – mit Fakten, Würde und ohne jede Bitterkeit. Hut ab vor Péter Magyar, der sich darauf konzentriert, das System zu verbessern, statt alte Rechnungen zu begleichen", lobte ein X-Nutzer. "So vertritt man sein Land", stimmte ein anderer zu.

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/bua/news.de/dpa

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