Ricarda Lang: Grünen-Politikerin verspottet Vance nach Orbáns Wahldebakel
Ricarda Lang verspottet J.D.Vance, nachdem Viktor Orbán die Wahl in Ungarn verloren hat. Bild: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme
13.04.2026 21.36
- Ricarda Lang scherzt überViktor Orbáns Wahlniederlage
- Grünen-Politikerin spottet über J.D. Vance, derOrbán im Wahlkampf unterstützte
- Spott und Häme für Trumps Vize
Selbst die Unterstützung aus den USA hat nicht geholfen. Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei sind die klaren Verlierer nach der Wahl in Ungarn. Dabei hat sogar US-Vizepräsident J.D. Vance versucht, dem autoritären Staatschef zum Sieg zu verhelfen, indem er ihn im Wahlkampf unterstützte. Diese Niederlage färbt auf Vance ab und bringt ihm auch Spott aus Deutschland ein. Grünen-Politikerin Ricarda Lang reagierte mit einem humorvollen Seitenhieb auf Vances Rolle in dem Wahldebakel.
Weitere News über J.D. Vance und die US-Regierung finden Sie am Ende des Artikels.
Ricarda Lang verspottet J.D. Vance nach Orbáns Wahlniederlage
Auf der Plattform X fragt Lang Trumps Vize, ob er nicht auch hierzulande für die Wahlen werben möchte. "Hey @JDVance, möchtest du nicht für ein bisschen Wahlkampf nach Deutschland kommen?" Sie spielt damit vermutlich auf einige kommende Wahlen an, darunter die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Wenig später scherzte sie mit dieser Frage bei Instagram. Dort blieb es nicht nur bei der nicht ernst gemeinten Frage.
Europa wird stärker: Grünen-Politikerin freut sich über den Machtwechsel in Ungarn
Sie nutzt den Ausgang der Wahl in Ungarn dafür, um zu verdeutlichen, dass autoritäre bekämpft werden können. Péter Magyar und seine Partei Tisza erben das Orbán-System. Magyar beschreibt die ehemalige Vorsitzende der Grünen als proeuropäisch. Ihn in das Amt des ungarischen Ministerpräsidenten zu erheben, kann positiv für Europa sein. "Und es heißt, dass Ungarns dauerhafte Blockade der Europäischen Union ein Ende hat. Europa wird durch diese Wahl stärker werden", schreibt Lang. Ungarns künftiger Regierungschef hatte sich noch am Wahlabend als "verlässlichen Partner" in der EU dargestellt.
Péter Magyar steht vor einer riesigen Herausforderung, "das autoritäre System, das Orbán aufgebaut hat, zu reformieren. Und Magyar vertritt an vielen Stellen selbst sehr konservative bis rechte Positionen." Dennoch zeige das: "Autoritarismus ist kein Schicksal, das wir erdulden müssen. Er kann bekämpft und er kann besiegt werden. Das ist Hoffnung und Auftrag zugleich."
Sieg gegen die Rechten: Orbán-Unterstützer haben mit ihm verloren
An dem Abend verlor nicht nur Orbán seine Macht, sondern "die globale Rechte" hätte eine Niederlage erlitten, meint Lang und verweist auf andere Unterstützer, die Orbán nicht helfen konnten, seinen Posten zu behalten. "Nicht nur der US-amerikanische Vice President hat Orbán aktiv mit Auftritten im Wahlkampf supportet(thanks for that @jdvance) sondern auch Putin, Weidel und LePen haben ihn unterstützt. Und sie alle haben mit ihm verloren.
Das Netz lacht über Trumps Vize
Für ihre kleine Spitze wird Lang von ihren Followern bejubelt. Viele spotten selbst über Vance, und scherzen über seinen scheinbar negativen Einfluss:
- "Der war richtig gut."
- "Vance macht einen Kurzbesuch in Magdeburg bei der hiesigen AFD. Problem gelöst...."
- "Hahahaha Ricarda, du hast einen so guten Humor. Love it. #weiter so!
- "Wie halt alles, was JD anfasst, einfach nur zu Staub zerfällt."
- "Ja, finde ich super, Dank geht raus an JD, hast du prima gemacht! Besser hätte man einen Viktor Orbán gar nicht absägen können."
- "Ein Schelm, der dabei Böses denkt."
Wahlschlappe bis Papst-Tod: Vance war dabei
Einige verweisen nebenbei auf andere Treffen von Vance, die das Netz erheitern. "Ja, gute Idee Aber er darf nix anfassen. Franziskus hat das nicht überlebt", schreibt ein Follower. Er spielt damit auf ein Treffen zwischen Vance und dem Vorgänger von Papst Leo XIV. an. Franziskus starb kurz, nachdem der US-Vizepräsident ihn besucht hatte. Auch die Verhandlungen im Iran-Konflikt konnte Vance nicht zum Positiven wenden. Ist der Republikaner etwa ein Unglücksbringer? Wohl eher nicht. Vielmehr dürfte vermutlich die auf die Innenpolitik ausgerichtete Wahlkampfstrategie Magyars zum Machtwechsel in Ungarn geführt haben. Alles andere war wohl ein unglücklicher Zufall.
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