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J.D. Vance: "Niemand kauft es ab" – Benzin-Anschuldigungen gegen Biden entsetzen

US-Vizepräsident J.D. Vance macht Joe Biden für die Gaspreise verantwortlich. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Benzinpreise aktuell: J.D. Vance behauptet, Joe Biden hätte die USA in einer "schrecklichen Lage" zurückgelassen.
  • Donald Trump soll Benzinpreise gesenkt haben.
  • Daten zeigen: Preise für Benzin sind durch den Iran-Krieg stark angestiegen.
  • US-Vizepräsident für Schuldzuweisungen kritisiert.

Die israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran haben einen schwelenden Konflikt ausgelöst, der sich stark auf die Energiepreise auswirkt. Die Ölpreise stiegen enorm an und zogen auch die Preise für Benzin in die Höhe. Schuld an den Preisen ist laut US-Vizepräsident J.D. Vance der frühere US-Präsident Joe Biden.

J.D. Vance sucht Schuld für Gaspreisexplosion bei Joe Biden

Bei einer Rede äußerte sich Trumps Vize zur aktuellen Lage an den Tankstellen. In einem Videoausschnitt, den der Journalist Aaron Rupar auf der Plattform X teilte, macht er Joe Biden zum Schuldigen. "Joe Biden hat uns in einer schrecklichen Lage zurückgelassen, und der Grund, warum die Benzinpreise heute so hoch sind, liegt in Donald Trumps Bemühungen, sie zu senken." Er behauptet, die Spritpreise seien während der Amtszeit des Demokraten "wahnsinnig hoch" gewesen. Heute sind diese Preise nicht so, wie sie noch "auf dem Höhepunkt der Biden-Regierung" waren. Trump lobt er dafür, dass er das Land zu einer "Energiedominanz" gebracht hätte. Dieser Aspekt und die "Energieunabhängigkeit" seien die Dinge, aus denen wir lernen sollen, wenn die USA wieder im Ausland in etwas involviert sind. 

Preisexplosion an der Tankstelle: Wieso es nicht an Joe Biden liegt

Damit spielt Vance genau wie Donald Trump die aktuelle Lage herunter. Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Vizepräsident Joe Biden für die missliche Lage vieler Verbraucher verantwortlich macht Der US-Präsident sprach zuletzt bei Veranstaltungen und auf seinem eigenen Sprachrohr Truth Social davon, dass die Benzinpreise gesunken sind. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Der Iran-Krieg hat die Lage weiter angespannt. Einen Tag nach den Angriffen lag der Benzinpreis nach Angaben von GasBuddy bei 2,94 Dollar pro Gallone und stieg Tage später bereits auf 3,61 Dollar an. Das ist ein Anstieg von 23 Prozent. Bislang können Verbraucher noch nicht aufatmen. Joe Biden die Schuld daran zu geben, ist falsch. Das zeigt ein Bericht von "NBC News". Als Joe Biden sein Amt antrat, lag der Benzinpreis bei 5 Dollar pro Gallone. Am Ende seiner Präsidentschaft sank der Wert auf 3,09 Dollar.

Vance entsetzt mit Schuldzuweisungen

Vances Aussagen sorgen bei vielen Nutzern für Fassungslosigkeit:

  • "Ist das eine aktuelle Aussage? So dumm kann er doch nicht sein."
  • "Donald Trump ist jetzt Präsident, und meine Benzinpreise sind in den letzten drei Wochen um 28 Prozent gestiegen. Wessen Schuld ist das also? Die alte Masche, Biden für alles verantwortlich zu machen, zieht einfach nicht mehr."
  • "Niemand kauft es ab"
  • "Man sieht, wie das bisschen Glaubwürdigkeit, das er noch hatte, Stück für Stück schwindet."

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