Lars Klingbeil: Klingbeil: Große Sorge um das transatlantische Verhältnis
Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, bei einer Pressekonferenz. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Erstellt von Sarah Knauth
12.01.2026 15.35
Vizekanzler Lars Klingbeil macht sich "große Sorgen" um das transatlantische Verhältnis mit den USA. Die Bundesregierung wolle alle Möglichkeiten nutzen, mit den Partnern im Dialog zu sein, betonte der SPD-Chef vor Gesprächen internationaler Finanzminister in Washington. "Aber wir sehen eben auch, dass die Diskussionen immer schwieriger werden, dass die Differenzen immer größer werden", sagte er. Er glaube, "dass das schlecht für die Welt ist, wenn sich Europa und die USA auseinanderdividieren".
Deutschland wolle Zusammenarbeit - dann müsse man über manches aber auch kritisch miteinander reden, wie etwa die US-Ambitionen in Grönland. US-Präsident Donald Trump hat zuletzt mehrfach mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht. Klingbeil sagte: "Über die Zukunft Grönlands entscheiden die Menschen in Grönland, entscheidet auch Dänemark mit." Deutschlands Solidarität sei da völlig klar: "Wir brauchen die staatliche Souveränität, die territoriale Integrität. Und das ist ein gemeinsames Signal, das wir Europäer gegenüber der US-Administration auch immer wieder deutlich machen."
Grönland gehört als Teil des Königreichs Dänemark zur Nato. Die Arktisinsel war bis 1953 dänische Kolonie und ist inzwischen weitgehend autonom. Für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik ist aber weiter Dänemark zuständig.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de