Politik

Deutschlandticket kommt: Twitter wütet gegen 49-Euro-Ticket und prophezeit "totalen Flopp"

Die Bundesregierung hat das Deutschlandticket beschlossen. Bild: picture alliance/dpa | Martin Schutt

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Für Millionen Fahrgäste kommt im kommenden Jahr ein bundesweites 49-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr. Bund und Länder einigten sich über offene Finanzierungsfragen beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Deutschlandticket kommt! 49-Euro-Ticket nur im Abo und digital

Am Abend twitterte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr: "Das #Deutschlandticket kommt! Es ist digital & deutschlandweit gültig für den #ÖPNV. Das Ticket kostet 49 € im Abo, ist monatlich kündbar und soll schnellstmöglich eingeführt werden. Wir machen damit den ÖPNV deutlich attraktiver und entlasten die Menschen." Ob ein Start Anfang des Jahres klappt, ist aktuell noch offen. Der Preis könnte im Laufe der Zeit steigen.

Bund und Länder teilen sich Kosten für Deutschlandticket

Die Einigung bei Finanzfragen sieht vor, dass Bund und Länder sich die Kosten für das 49-Euro-Ticket von insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr teilen. Die Länder hatten eine Erhöhung der sogenannten Regionalisierungsmittel von diesem Jahr an zur Bedingung gemacht, dass sie ein 49-Euro-Ticket mitfinanzieren. Der Bund hatte vor den Beratungen mit den Ländern angeboten, diese Mittel zu erhöhen. Mit den Regionalisierungsmitteln bestellen die Länder Bahn- und Busverbindungen bei den Verkehrsunternehmen.

Start des Deutschlandtickets zum 1. Januar 2023 fraglich

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten sich Mitte Oktober grundsätzlich auf ein 49-Euro-Ticket als Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket aus dem Sommer verständigt. Finanzfragen waren aber noch offen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte gesagt, eine Einführung des 49-Euro-Tickets zum 1. Januar solle das Ziel sein.

49 Euro als "Einführungspreis"? Deutschlandticket könnte schon 2024 teurer werden

Das millionenfach gekaufte 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für je einen Monat Fahrten in Bus und Bahn ermöglicht. Die Verkehrsminister planen für den 49-Euro-Nachfolger eine Einführungsphase von zwei Jahren. Ab dem zweiten Jahr könnte das Ticket teuer werden. Geplant ist eine "Dynamisierung" in Form eines automatischen Inflationsausgleichs.

Twitter wütet gegen Deutschlandticket - warum nur im Abo und nur digital?

Auf Twitter sorgte die Ankündigung prompt für heftige Diskussionen und Unmut. "Soso. Das #Deutschlandticket kommt also zum "Einführungspreis" von 49EUR. Finde den Fehler", twitterte eine Nutzerin und zeigt sich empört darüber, dass die 49 Euro nur ein Startpreis sind. Andere Nutzer und Nutzerinnen bemängeln, dass es das Deutschlandticket nur digital und im Abo geben wird. "ich würde es gerne in Papierform aus dem Automaten ziehen, in den ich nen Fuffi reingeschoben habe, geht das auch? wenn nein, warum nicht?", will dieser User wissen. "Abo und digital, damit es nicht zu viele benutzen. Das käme zu teuer", stichelt auch dieser User gegen die genannten Bedingungen.

Twitter prophezeit: Deutschlandticket wird ein Flopp

"Ich sehe schonmal in die Zukunft und denke das wird wieder korrigiert oder es floppt total da 49€ für einen Nahverkehr der nicht funktioniert zu teuer ist #Deutschlandticket", gibt sich auch dieser Nutzer pessimistisch.

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/news.de/dpa