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Neustrelitz: Großbrand bei Neustrelitz unter Kontrolle

Fahrzeuge der Feuerwehr am Einsatzort (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / MAK

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Einsatzkräfte haben den am Mittwoch gemeldeten Großbrand bei Neustrelitz unter Kontrolle gebracht. Offene Flammen sind aktuell nicht mehr sichtbar, berichtete das Forstministerium am Nachmittag. Aufgrund der weiterhin hohen Temperaturen im Waldboden und der Munitionsbelastung bleibe die Lage jedoch anspruchsvoll.

Am Sonntag wollte die Feuerwehr unter anderem einen Randbereich des stark munitionsbelasteten ehemaligen sowjetischen Panzerschießplatzes kühlen. "Dort ist der Boden sehr, sehr heiß, obwohl wir keine Flammen dort haben", sagte Jörg Westphal, stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neustrelitz. Man wolle verhindern, dass Wind dort wieder Feuer entfache. In der Nähe befindet sich auch ein Solarpark.

Mehr als 400 Einsatzkräfte

"Große Hitze, schwieriges Gelände und die ständige Gefahr durch die Munitionsbelastung haben den Einsatz zu einer enormen Herausforderung gemacht", sagte Forstminister Till Backhaus (SPD). Dass das Feuer unter diesen Bedingungen unter Kontrolle gebracht werden konnte, sei dem hohen professionellen Einsatz, ihrer Erfahrung und dem außergewöhnlichen Engagement von zeitweise mehr als 400 Einsatzkräften zu verdanken.

Nach Ministeriumsangaben werden Einsatzkräfte und der Eigentümer die Fläche in den kommenden Tagen engmaschig kontrollieren und eine Brandwache sicherstellen, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Das betroffene Gebiet bleibt wegen der Munitionsbelastung gesperrt.

Feuer Richtung Norden hat sich totgelaufen

"Das Feuer, was noch vorgestern Richtung Norden wanderte, und gestern zum Teil auch noch, das hat sich totgelaufen", sagte Westphal am Sonntag. Im Norden des Gebietes befindet sich zunächst eine Strom- und dann eine Bahntrasse. Eine bei der Stromtrasse errichtete Verteidigungslinie mit Kreisregnern besteht laut Westphal weiter, war aber zuletzt nicht aktiv. Der Stromnetzbetreiber Edis hatte die Leitung am Freitag vorsorglich abgeschaltet. Auswirkungen auf Verbraucher habe dies aber nicht. Auch die Wässerung nahe dem Bahndamm mit Hilfe von Fahrzeugen ist laut Westphal zuletzt ausgesetzt worden.

Die vom Feuer betroffenen Flächen selbst konnte die Feuerwehr wegen der starken Belastung mit Altmunition nicht betreten. Es gab laut Westphal bereits Explosionen. Die Einsatzkräfte müssen einen Abstand von 1.000 Metern zum Feuer halten. Der Einsatz läuft seit Mittwoch Tag und Nacht.

Schrittweise neue Lebensräume

"Durch den Brand auf rund 135 Hektar sind wertvolle Flächen der natürlichen Entwicklung verloren gegangen", sagte der Amtsleiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann. "Wir wissen aus Erfahrungen, dass derartige Störungen von der Natur schnell überwunden werden und sich schrittweise neue, wertvolle Lebensräume entwickeln."

Auch der Schweriner Innenminister Christian Pegel dankte den Einsatzkräften. Sie leisteten "seit Tagen unter sehr hoher Hitze und den besonderen Risiken eines munitionsbelasteten Geländes eine hochprofessionelle Arbeit", so der SPD-Politiker. "Gleichzeitig sehen wir in diesen Tagen immer wieder Brände an verschiedenen Orten im Land, die die Feuerwehr insgesamt fordern. Die hohen Temperaturen verschärfen diese Lage zusätzlich."

Konsequenzen aus Lübtheen

Backhaus verwies auf die vom Land nach den verheerenden Waldbränden von Lübtheen gezogenen Konsequenzen. "Das Land hat in den vergangenen Jahren konsequent in moderne Einsatztechnik, Spezialfahrzeuge, Ausrüstung, Ausbildung und eine bessere Zusammenarbeit der Einsatzkräfte investiert." Diese Aufwendungen hätten sich ausgezahlt.

Nach Ministeriumsangaben ist die Waldbrandzentrale in Mirow, die mit 24 Kamerastandorten rund 332.000 Hektar Wald mehr als die Hälfte der Waldfläche des Landes überwacht, zentraler Bausteil. Hinzu kämen jährlich durchschnittlich 435 Kilometer Waldbrandwundstreifen, der Ausbau von Rettungswegen sowie 32 neu geschaffene Löschwasserentnahmestellen seit 2019.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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