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Wetter in Bayern: Hitzerekord könnte fallen - Kitzingen heißester Kandidat

Die Wettervorhersage auf news.de. Bild: Adobe Stock / Elmin

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Bayern steuert bis zum Wochenende auf einen Temperaturrekord zu - möglicherweise sogar den bundesweiten. Im unterfränkischen Kitzingen könnte es laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag um die 42 Grad heiß werden - wohlgemerkt im Schatten. Aber auch schon am Freitag könnte die bisherige bayerische Höchstmarke von 40,3 Grad fallen.

Kitzingen, eine Kleinstadt mainaufwärts knapp 20 Kilometer östlich von Würzburg gelegen, war bereits im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach DWD-Angaben der heißeste Ort im Freistaat. Und schon früher stach Kitzingen hervor: Am 5. Juli 2015 registrierte die dortige DWD-Messstation 40,3 Grad – damals bundesweiter Rekord seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881, heute noch Bayern-Rekord.

Die bisher in diesem Jahr höchste gemessene Temperatur im Freistaat waren 38,5 Grad - ebenfalls in Kitzingen, registriert am 19. Juni. Der insgesamt höchste Wert bundesweit seit Beginn der Aufzeichnungen wurde am 25. Juli 2019 mit 41,2 Grad in Tönisvorst und Duisburg-Baerl (Beide Nordrhein-Westfalen) gemessen.

Hitze-Hotspot Unterfranken

"Gerade Unterfranken ist sehr prädestiniert dafür, dass die 40 Grad auf jeden Fall überschritten werden", sagte der Meteorologe Dirk Mewes vom DWD in München. Dass es vor allem rund um den Untermain etwa in Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg) oft sehr heiß ist, liegt unter anderem an der Höhe. Unterfranken ist die niedrigste Region Bayerns, Kitzingen liegt etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel, Kahl am Main mit rund 110 Meter noch niedriger.

Zudem ist es in der Region deutlich trockener als im Süden Bayerns. Durch den sehr trockenen Boden kann kaum etwas verdunsten, was kühlend wirkt. Dadurch wird es Meteorologen zufolge noch wärmer.

Entscheidet Saharastaub über den Rekord?

Verantwortlich für die derzeitige Hitze ist laut DWD zunehmend heiße bis extrem heiße Luft, die aus Südwesteuropa nach Deutschland strömt. "Bei solchen Lagen kommt auch Saharastaub zu uns, der das Sonnenlicht etwas dimmt", erklärte DWD-Meteorologe Jens Winninghoff. "Es ist immer eine leichte Trübung vorhanden, man wird es kaum sehen." Das könne einen Allzeitrekord verhindern. "Das ist ein bisschen das Zünglein an der Waage."

Wie wird es auf Deutschlands höchstem Berg?

Auch auf der Zugspitze (2.962 Metern) ist es in diesen Tagen ungewöhnlich warm. Etwa 15 Grad werden dort am Freitag erreicht. Am Samstag könnten es laut Vorhersage auch 16 Grad werden. "Das ist schon sehr viel", sagte Meteorologe Mewes.

In einigen Regionen Bayerns dürften auch die Nächte in den kommenden Tagen nicht die ersehnte Abkühlung bringen. In einer sogenannten tropischen Nacht sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad. Der DWD erwartet dies vor allem für Teile Frankens. "In höheren Lagen, also Richtung Allgäu, Oberallgäu und Bayerischer Wald, werden wir die Werte noch unterschreiten", erläuterte Mewes. In den Großstädten wiederum dürfte es tendenziell auch nachts sehr warm werden.

Mit großflächig schweren Gewittern rechnet Mewes derzeit nicht, wenn dann eher in den Alpen und im Alpenvorland. Am Sonntag könnte das Gewitterpotenzial steigen.

Wann wird es kühler?

Mit Beginn der neuen Woche wird die Hitzewelle wohl erstmal vorbei sein. "Wir haben zum Teil noch viele Gebiete, die die 25 Grad überschreiten", sagte Mewes mit Blick auf die Prognose für Montag. "Da sprechen wir von einem Sommertag. Einige Gebiete, die bleiben da knapp drunter, aber kalt sieht anders aus."

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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