St. Peter-Ording: Frauen von Sandbank gerettet - Warnung vor Gefahr im Watt
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Erstellt von Sarah Knauth
07.06.2026 17.22
Nachdem drei Frauen von einer Sandbank vor St. Peter-Ording gerettet werden mussten, appelliert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an Strandbesucher, sich vor Wattwanderungen mit dem Gezeitenkalender vertraut zu machen. Jeder Gast sollte wissen, wie die Tide ist und bei auflaufendem Wasser nicht ins Watt gehen, sagte eine DGzRS-Sprecherin am Sonntag.
Die drei Frauen waren am späten Samstagmittag auf einer Sandbank vor St. Peter-Ording von der Nordsee umschlossen worden und standen schon bis zum Bauch im Wasser – dann rettete sie ein Hubschrauber. Alle blieben den Angaben zufolge unverletzt. Die Frauen hatten mit Rufen und Winken auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam gemacht.
Die alarmierten Retter im Helikopter zogen die Frauen mit einer Winde hoch und setzten sie am Ufer ab. Zu dem Notfall in Nordfriesland waren auch der Seenotkreuzer "Theodor Storm" und ein weiteres Rettungsboot losgeschickt worden.
Volllaufende Priele können Rückweg abschneiden
Vermutlich hatte ein volllaufender Priel den Frauen die Rückkehr zum Festland unmöglich gemacht, sagte die DLRG-Sprecherin. Oft werden die tieferliegenden Flächen der Priele bei Niedrigwasser gar nicht beachtet oder als solche erkannt, wenn sie ganz trocken gefallen sind. Bei einsetzender Flut laufen diese oft zuerst voll und können Strandspaziergängern und Wattwanderern den Weg abschneiden.
Der DLRG-Ortsverband St. Peter-Ording schreibt auf seinen Internetseiten, dass sie mehrmals im Jahr alarmiert werden, um Wattwanderer und Spaziergänger aus gefährlichen Situationen zu retten, "in die sie sich in vielen Fällen durch Unvorsichtigkeit selbst gebracht haben".
Die Rettungsschwimmer des Nordseebades weisen ebenso wie die DGZrS darauf hin, dass man niemals bei auflaufendem Wasser, also Flut, zu einer Wattwanderung aufbrechen sollte. Zudem sollte man sich unbedingt den Zeitpunkt des Niedrigwassers merken und die Zeit für den Rückweg berechnen, bevor man los wandert. "Bei Flut laufen zuerst die Priele voll und haben dann starke Strömung. Liegt nach Niedrigwasser noch ein Priel zwischen Ihnen und dem Festland, treten Sie bitte sofort den Rückweg an", heißt es beim DLRG St. Peter-Ording.
Am besten an einer geführten Tour teilnehmen
Insbesondere weiter ins Watt gehen sollten Ortsunkundige nie, wie Experten verschiedener Rettungsorganisationen betonten. Besser sei es, sich einem kundigen Wattführer anzuschließen, teilte etwa die DGzRS mit. "Unternehmen Sie längere Touren nur mit erfahrener Wattführung!" Denn bei Unkenntnis könnten Tücken wie Senken, Priele, Löcher, Muschelfelder, Steilkanten und Schlickfelder lebensgefährlich werden.
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