Sanierung alter Leitungen: Rund 500.000 Haushalte am Gastnetz - Wie sicher ist es?
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Erstellt von Sarah Knauth
31.05.2026 08.03
Im sächsischen Görlitz stürzt ein Haus ein, drei Menschen sterben. Als mögliche Ursache wird eine Gasexplosion vermutet - eine Bestätigung dieses Verdachts gibt es noch nicht. Doch einige Menschen könnten sich fragen: Wie sicher sind die Gasleitungen? So steht es um das Gasnetz in Thüringen:
Sanierung
Im Freistaat sind nach Angaben des Energieministeriums schätzungsweise rund 500.000 Haushalte direkt an das Erdgasnetz angeschlossen. Die Behörde geht davon aus, dass etwa 50 bis 55 Prozent aller Wohngebäude im Freistaat Erdgas als primären Energieträger für ihre Heizungen nutzen. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So heizten etwa im Eichsfeld 68 Prozent aller Haushalt mit Gas. In Städten wie Jena sei der Anteil geringer. Grund ist der Ausbau von Fernwärme.
Das aus der DDR-Zeit stammende Stadtgasnetz sei ab 1992/1993 grundlegend saniert und dabei auf Erdgas umgestellt worden, heißt es aus dem Ministerium. "Durch kontinuierliche Sanierungen und den Austausch alter Grauguss- oder Stahlleitungen befindet sich das Thüringer Gasnetz heute größtenteils auf einem modernen, technischen Stand."
Wartung
Um Ausbau, Austausch von veralteten Leitungen und den Anschluss neuer Kunden kümmern sich in Thüringen Gasbetreiber. Mehr als 25 davon stehen unter der Aufsicht von Regulierungskammern. Für die zwei großen Gasnetzbetreiber, die Thüringer Energienetze (TEN) und die Stadtwerke Erfurt, ist die Bundesnetzagentur zuständig.
Laut Energieministerium werden die Gasleitungen durch den zuständigen Netzbetreiber gewartet oder geprüft. Dieser kann den Auftrag aber auch an Dritte weiterreichen - zum Beispiel den TÜV.
Zukunft
Das Thüringer Energieministerium weist darauf hin, dass beispielsweise das Netz der Stadtwerke Erfurt bereits fit für die Zukunft und technisch in der Lage sei, Gase wie Wasserstoff aufzunehmen. "Aktuelle Planungen sehen zudem vor, die Region Thüringen in den kommenden Jahren an ein landesweites Wasserstoff-Kernnetz entlang der A4 anzubinden", teilte das Ministerium auf Anfrage mit.
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kns/roj/news.de