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Haustierversicherungen: Vierbeinige Familienmitglieder optimal schützen 

Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn Bild: Ina Fassbender/dpa

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Ist eine Haustierversicherung wirklich nötig?

In jedem Fall ist die Tierhalterhaftpflichtversicherung ein Muss, denn sie schützt den Halter eines Hundes (oder Pferdes) vor den finanziellen Folgen der durch das Tier verursachten Schäden. Während Katzen häufig in der Hausratversicherung abgesichert sind, benötigen Hundehalter eine separate Hundehalterhaftpflichtversicherung. Dabei darf die Deckungssumme nicht zu gering angesetzt werden, denn Personen- und Vermögensschäden können schnell Millionenhöhe erreichen. Mindestens fünf Millionen Euro sollten daher als Deckungssumme vereinbart werden.

Auch die Kranken- oder OP-Versicherung ist sinnvoll. Versicherer wie santevet.de bieten verschiedene Leistungsumfänge von reiner OP-Absicherung bis hin zur Tierkrankenvollversicherung an. Diese Haustierversicherungen übernehmen die Tierarztkosten für eine ambulante, stationäre oder chirurgische Behandlung des Tieres. Wichtig: Die Behandlung muss medizinisch notwendig sein.

Was übernimmt die Haustierversicherung im Einzelfall?

Tierärzte berechnen für ihre Leistungen meist den 1- bis 3-fachen Satz der Gebührenordnung, bei Notfällen kann auch der 4-fache Satz zugrunde gelegt werden. Schon bei vergleichsweise einfachen Behandlungen oder kleineren Operationen können Summen im unteren vierstelligen Bereich zustande kommen – das ist nicht für jeden Tierhalter zu stemmen. Geht es darum, was bei der Tierkrankenversicherung wichtig ist, so muss dementsprechend auf die passende Höhe der Leistungen geachtet werden. Zudem ist es wichtig zu wissen, welche Leistungen die Haustierversicherung im Einzelfall übernimmt:

  • Unfall: Verletzungen durch das Toben im Garten oder mit einem anderen Hund, ein Ausrutschen auf Glatteis oder der unüberlegte Ausflug auf die Straße mit dem Ergebnis, dass ein Auto den Hund erwischt hat, können langwierige Behandlungen oder gar Operationen zur Folge haben. Die Haustierversicherung zahlt den vereinbarten Beitrag oder übernimmt die Kosten komplett.
  • Krankheit: Wie schön, wenn sich der Tierhalter nicht vor dem Tierarztbesuch überlegen muss, ob er sich eine Behandlung entsprechend den Krankheitssymptomen der Fellnase überhaupt leisten kann. Eine entsprechende Hundekrankenversicherung schützt Bellos Frauchen oder Herrchen ebenso, wie die Katzenkrankenversicherung die Halterin oder den Halter der Mieze vor unerwarteten Kosten bewahrt.
  • Vorsorge: Impfungen, Wurmkuren, Parasitenvorsorge – das alles geht ins Geld. Wie gut, wenn die Haustierversicherung die Kosten dafür übernimmt!

Kann jedes Haustier versichert werden?

Nicht alle Haustiere können im Rahmen einer Haustierversicherung versichert werden. In der Regel geht es daher um Hund oder Katze, wenn die Entscheidung für eine Tierversicherung getroffen werden muss. Meist werden jedoch nur bis dahin gesunde Tiere abgesichert. Ist bereits eine Vorerkrankung vorhanden, nehmen nur noch wenige Versicherer die Fellnase auf. Darüber hinaus gilt bei vielen Anbietern eine gewisse Altersgrenze, denn bei höherem Alter von Hund oder Katze ist mit den üblichen geriatrischen Erkrankungen wie Arthrose und Arthritis, Tumoren oder Zahnproblemen zu rechnen. Bei Hunden wird die Grenze oft bei sieben Jahren gesetzt, danach ist der Senior kaum noch zu versichern.

Wartezeit beachten!

Geht es darum, wichtige Haustierversicherungen zu definieren, sollte daher bei allen, die sich hohe Behandlungskosten beim Tierarzt nicht leisten können oder wollen, die Haustierkrankenversicherung ganz oben auf der Liste stehen. Allerdings sollten Halter die Wartezeit berücksichtigen. Meist liegt diese bei drei Monaten. Tritt innerhalb dieser Zeit eine Erkrankung ein, kann es passieren, dass der Versicherer nicht leistet. Bei Unfällen gilt dies jedoch nicht. Die Wartezeit entfällt, sodass das Tier direkt ab Abschluss der Versicherung geschützt ist. Bei Erkrankungen hingegen muss die meist dreimonatige Wartezeit beachtet werden. Rassetypische Erkrankungen können abweichend davon auch längere Wartezeiten bis hin zu einem Jahr haben.

brc/news.de