Panorama

Familien-Mord in Bispingen aktuell: Mutmaßlicher Täter vor Kurzem noch in RTL2-Doku zu sehen

Der mutmaßliche Tatverdächtige im Familien-Mord in Bispingen soll bereits "zwei Eintragungen im Bundeszentralregister" haben. Bild: picture alliance/dpa

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Es ist ein furchtbares Verbrechen, das die Lüneburger Heide erschüttert: Ein Vierjähriger und seine Mutter sterben in Bispingen gewaltsam - und die Polizei findet die Leiche eines weiteren Kindes nahe der Ortschaft Heber. Dabei soll es sich um die elfjährige Lilli Marie handeln, die nach dem Tod ihrer Mutter und des kleinen Bruders vermisst wurde, meint die Polizei und bezieht sich auf ein Obduktionsergebnis. Inzwischen befindet sich der Lebensgefährte der Mutter in Untersuchungshaft.

Gewalt-Verbrechen in Bispingen: Führte Streit zum Mord an Mutter und Sohn?

Gegen den 34-Jährigen erging ein Haftbefehl wegen zweifachen Mordes, er kam in Untersuchungshaft. Es bestehe Fluchtgefahr, betonte der Staatsanwalt. Der 34-Jährige äußerte sich bislang nicht. Sein Motiv: unbekannt. Wie die "Bild" berichtet, soll es am Sonntag zum Streit zwischen der Frau und ihrem Partner gekommen sein. Wie der 34-Jährige ticken soll, will die Zeitung ebenfalls erfahren haben. Demnach habe der Tatverdächtige noch nicht lange in der Gegend gelebt.

Tatverdächtiger von Bispingen lebte in Mini-Zimmer in Schneverdingen

Wie das Blatt schreibt, sei er erst vor knapp drei Monaten von Bremen nach Schneverdingen gezogen. Dort soll er angeblich in einem Zimmer gewohnt haben, das nicht größer als 18 Quadratmeter sein und "Bett, Tisch, Mikrowelle, Fernseher" enthalten soll. Der Mann habe "immer freundlich" gegrüßt, soll ein Nachbar gegenüber "Bild" erklärt haben. Der Tatverdächtige habe demnach "einen Job in einem nahen Freizeitpark" gehabt, sei aber auch häufig zu seiner Freundin gefahren.

Familien-Mord in Bispingen: 34-Jähriger hatte Einträge wegen Körperverletzung und Waffengesetz

Lange waren der 34-Jährige und die nun tote Mutter der beiden Kinder offenbar noch kein Paar. Wie die "Bild" unter Bezug auf den Instagram-Account des Mannes schreibt, seien sie erst seit dem 31. März 2021 zusammen gewesen. Demnach hätte der Mann die Familie nach 46 Tagen Beziehung regelrecht hingerichtet. Der vermeintliche Mörder soll dem Blatt zufolge bereits "zwei Eintragungen im Bundeszentralregister: einmal wegen Körperverletzung/Nötigung und einmal wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz" haben.

Tatverdächtiger vor Kurzem im TV in RTL2-Doku zu sehen

Wie die "Bild"-Zeitung zudem berichtet, soll der mutmaßliche Täter erst vor Kurzem noch im TV in der RTL2-Doku"Hartz, Rot Gold" zu sehen gewesen sein. "Anfang 2019 zeichnete der Nachtwächter für RTL2 eine Sendung auf, beschrieb seinen Lebenswandel", heißt es in dem "Bild"-Bericht. Vom Obdachlosen zum Nachtwächter. 2020 sei die Folge schließlich im TV ausgestrahlt wurden. "Es ist dazu gekommen, weil ich meinen Job geschmissen habe. Dadurch habe ich dann meine Wohnung verloren und dann lebte ich auf der Straße", zitiert die "Bild" den 34-Jährigen aus der TV-Doku.

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/bua/news.de/dpa