Polizei-News Deggendorf, 17.07.2026: Niederbayern: Anleger verlieren z. T. enorme Geldsummen – Polizei Niederbayern warnt erneut vor unseriösen Anlagepattformen
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel
Erstellt von Team Datenjournalismus
17.07.2026 10.01
Für die Regionen Deggendorf, Freyung-Grafenau und Landshut hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:
Anleger haben erneut auf das schnelle Geld und hohe Gewinne gehofft und dabei z. T. sehr hohe Geldsummen verloren. Alleine in diesem Monat sind den niederbayerischen Polizeidienststellen wieder über ein Dutzend Fälle von Anlagebetrug im Internet bekannt geworden.
So investierte beispielsweise ein 64-Jähriger aus dem Landkreis Deggendorf bereits Anfang Juni 2026 über 100.000 Euro auf einer Online-Plattform; zu einer Rück-/Auszahlung der Einlagen bzw. der versprochenen Gewinne kam es nicht mehr.
Ähnlich erging es einem 54-Jährigen aus dem Landkreis Landshut nachdem er auf Instagram auf eine vermeintlich lukrative Geldanlage in der Schweiz aufmerksam wurde. Nachdem er knapp 8.000 Euro in die Schweiz überwiesen hat, brach der Kontakt zu dem angeblichen Broker ab.
Eine 76-jährige Frau aus dem Landkreis Freyung-Grafenau verlor zwischen Dezember 2025 bis Mitte Juli 2026 über 100.000 Euro. Auch sie wurde über eine Werbung im Internet auf ein Aktieninvestment aufmerksam. Nach einer erstmaligen Einzahlung von rund 250 Euro wurde der Frau glaubhaft gemacht, das Geld u. a. mit Aktien zu „vermehren“.
So gehen die Betrüger i. d. R. vor – Totalverlust der Anlage droht!
Nach Eingabe persönlicher Daten und zumeist mit einer geringfügigen Anlage, häufig etwa 250 Euro, nimmt i. d. R. ein sog. „Finanzberater“ Kontakt auf. Der „Berater“ täuscht den Opfern durch eine geschulte Gesprächsführung eine vertrauensvolle und individuelle Beratung sowie Betreuung der Geldanlage vor. Verstärkt wirkt der Eindruck von Seriosität nicht selten dadurch, dass anfänglich geringfügige „Gewinne“ ausbezahlt werden. Diese Vorgehensweise soll die Opfer letztendlich nur zu höheren Investments animieren.
Tatsächlich werden die investierten Einlagen, zu Beginn meist mit einer geringen Anlagesumme, aber nicht zur Geldanlage verwendet, sondern sind für die „Anleger“ verloren. Auf den betrügerischen Internetplattformen werden von den Tätern unter anderem Anlageprodukte wie Aktien, binäre Optionen, Devisen und Kryptowährungen zum Handel angeboten, die keinen realen Hintergrund haben. Die Vorgehensweise der Betrüger ist vergleichbar mit sog. Fake-Shops, in denen nicht existente Waren angeboten werden. Die Anlagegelder werden nie in eine tatsächlich existierenden Kapitalanlage einbezahlt und erzielen somit keine der vorgetäuschten Renditen. Die Möglichkeiten für Anleger, das investierte Geld wiederzuerlangen, sind sehr gering, da die Täter die vereinnahmten Gelder i. d. R. Auslandskonten transferieren.
Die Betreiberfirmen der Handelsplattformen wechseln häufig, bei den Firmensitzen handelt es sich nicht selten um Offshore-Briefkastenadressen.
Das sollten Sie wissen, wenn Sie Online-Trading nutzen
Ungewöhnlich hohe Gewinne mit wenig Einsatz sollten immer misstrauisch machen.
Seien sie vorsichtig, wenn die Investitionen in Kryptowährungen getätigt werden.
Banken und Sparkassen gehen nicht direkt auf Kunden zu, um Sie zum Online-Trading zu bringen.
Informieren Sie sich über die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen.
Nutzen Sie dafür die Unternehmensdatenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Fragen Sie notfalls bei der offiziellen Plattform nach dem Händler.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Niederbayern. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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