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Polizei-News Lippstadt, 15.06.26: Versuchter Raub in Lippstadt - Tatverdächtige treffen auf Polizeibeamten in der Freizeit

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Paul Zinken

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Am Freitagnachmittag (12. Juni 2026) haben ein 25-jähriger Syrer aus Wadersloh und eine 16-jährige Jugendliche aus Unna versucht, einen Mann in einem Supermarkt an der Marktstraße in Lippstadt auszurauben.

Dabei hatten die beiden jedoch besonderes Pech: Bei dem Geschädigten handelte es sich um einen Polizeibeamten der Polizeiwache Lippstadt, der sich zum Tatzeitpunkt nicht im Dienst befand.

Nach bisherigen Erkenntnissen sprach das Duo den Mann gegen 16:15 Uhr in einem Supermarkt an. Der 25-Jährige zog eine schwarze Pistole hervor und forderte unter Vorhalt der Waffe die Herausgabe von Bargeld. Der Geschädigte kam der Forderung nicht nach. Daraufhin flüchteten die beiden Tatverdächtigen zu Fuß aus dem Supermarkt.

Der Polizeibeamte verständigte umgehend seine Kollegen und nahm die Verfolgung der Flüchtigen auf. Er konnte den eingesetzten Kräften eine Personenbeschreibung sowie die Fluchtrichtung mitteilen. Als die Tatverdächtigen auf der Langen Straße einen Streifenwagen erblickten, rannten sie in die Luchtenstraße in Richtung Woldemei.

Gemeinsam mit dem Geschädigten konnten die Einsatzkräfte die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später auf einem Parkplatz an der Luchtenstraße stellen. Beide wurden vorläufig festgenommen.

Am Festnahmeort fanden die Beamten zwei Papiereinkaufstüten sowie insgesamt vier schwarze Spielzeugpistolen. Zwei der Waffen waren Revolver, die Knallgeräusche erzeugen können, bei zwei weiteren handelte es sich um Softairpistolen. Zudem wurde entsprechende Munition aufgefunden. Die Spielzeugwaffen ähneln in Form, Farbe und Größe echten Schusswaffen und waren teilweise schussbereit. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Raubes übernommen.

Wichtige Hinweise der Polizei:

  • Eine Spielzeugpistole kann von anderen Personen als echte Waffe wahrgenommen werden.

  • Opfer erleben dieselbe Angst und Bedrohung wie bei einer echten Schusswaffe.

  • Die Polizei kann in einer Einsatzlage oft nicht erkennen, dass es sich um ein Spielzeug handelt.

  • Das Hantieren mit täuschend echten Spielzeugwaffen kann zu gefährlichen und unvorhersehbaren Konsequenzen führen.

  • Wer Anscheinswaffen missbräuchlich verwendet, gefährdet sich selbst, andere Menschen und die eingesetzten Polizeikräfte.

Eine Spielzeugpistole bleibt zwar ein Spielzeug - in einer Bedrohungssituation kann sie jedoch wie eine echte Waffe wirken und dadurch lebensgefährliche Folgen auslösen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Soest vom 15.06.2026 gegen 09:04 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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