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Polizei-News Göttingen, 05.06.26: Falsche Bankmitarbeiter erbeuten Karten und PIN - Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Lilli Förter

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Nach zwei Betrugsfällen im Göttinger Stadtgebiet am Donnerstag (04.06.26) warnt die Polizei vor einer perfiden Masche durch falsche Bankmitarbeiter.

In einem Fall wurde eine Seniorin am Donnerstagnachmittag in ihrer Wohnung in der Riemannstraße in der Göttinger Südstadt von einer bislang unbekannten Person dazu gebracht, ihre Bankkarte samt PIN herauszugeben. Eine Angehörige der Geschädigten wurde später auf den Vorfall aufmerksam und verständigte das Geldinstitut. Nach derzeitigem Stand war es bereits am Nachmittag zu einer Bargeldabhebung von einem unteren vierstelligen Betrag gekommen. Das Konto der Geschädigten wurde umgehend gesperrt. Eine Beschreibung der Person, die die Karte abgeholt hatte, liegt der Polizei bislang nicht vor.

Zu einem weiteren gleichgelagerten Betrugsfall kam es am Donnerstagnachmittag nach bisherigen Erkenntnissen im Göttinger Ortsteil Geismar in der Straße Sandersbeek. Hier erhielt ein Senior zunächst einen Anruf eines angeblichen Sparkassenmitarbeiters. Der Anrufer erklärte, im Bereich Geismar sei es zu einer Betrugsmasche gekommen, weshalb die EC-Karte des Mannes ausgetauscht werden müsse. Kurz darauf erschienen zwei Männer an der Wohnanschrift des Geschädigten und nahmen dessen Bankkarte entgegen. Einer der Männer trug nach Angaben des Geschädigten eine Art Ausweis der Sparkasse an einer Kette am Hosenbund. Zudem wurde der Mann dazu gebracht, seine PIN zu nennen. Wenig später stellte er nach Rücksprache mit seinem Geldinstitut eine Abbuchung von seinem Konto in einem unteren vierstelligen Betrag fest.

Die Polizei Göttingen sucht Zeugen, die am Donnerstagnachmittag im Bereich der Riemannstraße in der Göttinger Südstadt oder im Bereich Sandersbeek in Geismar verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Von besonderem Interesse sind Beobachtungen zu Personen, die sich als Mitarbeitende eines Geldinstituts ausgegeben oder an Wohnanschriften geklingelt haben.

Zu den beiden Männern, die in Geismar an der Wohnanschrift des Geschädigten erschienen, liegt folgende Beschreibung vor: Beide Personen waren männlich, etwa 25 bis 35 Jahre alt und dunkel gekleidet. Eine der Personen wird als groß und schlank beschrieben. Beide Männer sprachen Hochdeutsch. Einer der Männer führte sichtbar eine Art Ausweis an einer Kette am Hosenbund mit sich.

Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Tel. 0551/491-2115 entgegen.

Polizeihauptkommissar Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Göttingen, rät dringend:

  • Geldinstitute entsenden niemals Mitarbeitende, um Giro-, EC- oder Debitkarten wegen angeblicher Fehler, Funktionsstörungen oder Sicherheitsprobleme an der Haustür einzuziehen.

  • Nennen Sie niemals anderen Personen Ihre PIN - auch nicht angeblichen oder tatsächlichen Mitarbeitenden eines Geldinstituts. Bankmitarbeitende dürfen Ihre PIN nicht erfragen oder entgegennehmen.

  • Setzen Sie nach Möglichkeit ein niedriges Kartenlimit fest, um mögliche Schäden im Ernstfall zu begrenzen.

  • Notieren Sie Ihre PIN niemals auf der Zahlkarte.

  • Bewahren Sie Ihre PIN niemals gemeinsam mit der Karte in der Geldbörse auf.

  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie von vermeintlichen Bankmitarbeitenden aufgesucht oder telefonisch zur Herausgabe Ihrer Karte oder PIN aufgefordert werden.

  • Sprechen Sie auch im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis über diese Masche. Gerade ältere Angehörige sollten wissen: Bankkarten und PIN gehören niemals in fremde Hände - auch dann nicht, wenn sich jemand am Telefon oder an der Haustür als Bankmitarbeiter ausgibt.

Wer unsicher ist, sollte das Gespräch sofort beenden und selbstständig die bekannte Telefonnummer der eigenen Bank oder direkt die Polizei wählen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Göttingen vom 05.06.2026 gegen 12:39 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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