Polizeimeldung Niederbayern, 28.05.2026: Niederbayern: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche mit russischsprachigen Schockanrufen
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Karmann
Erstellt von Team Datenjournalismus
28.05.2026 16.58
Für Niederbayern hat die Polizei eine aktuelle Meldung veröffentlicht. In dieser heißt es:
Derzeit häufen sich im gesamten Bereich Niederbayern Fälle von Telefonbetrug mit einer neuen Vorgehensweise. Die Täter kontaktieren dabei gezielt russischsprachige Personen und führen die Gespräche bewusst in deren Muttersprache. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt wichtige Präventionshinweise.
Im Zusammenhang mit sogenannten „Schockanrufen“ verzeichnet die Polizei aktuell eine deutliche Zunahme von Fällen, bei denen die Täter gezielt Personen auswählen, mit denen Gespräche in russischer Sprache geführt werden können. Durch die Kommunikation in der jeweiligen Muttersprache gelingt es den Tätern oftmals leichter, Vertrauen aufzubauen und die Angerufenen emotional unter Druck zu setzen.
Die Anrufer geben sich hierbei häufig als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Krankenhausmitarbeiter oder andere Amtspersonen aus. In den Gesprächen schildern sie angebliche Notlagen naher Angehöriger. Oftmals wird behauptet, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht oder befinde sich nach einem Unglück in einer akuten Notsituation. Zur Abwendung angeblicher strafrechtlicher Konsequenzen oder zur Freilassung eines Angehörigen fordern die Täter die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder sonstigen Wertgegenständen.
Besonders perfide ist hierbei die gezielte Ansprache in russischer Sprache. Die Täter versuchen dadurch, eine persönliche Nähe zu schaffen und das Vertrauen der Angerufenen schneller zu gewinnen. Gleichzeitig erhöhen sie durch dramatische Schilderungen und Zeitdruck den psychischen Druck auf die Betroffenen. In mehreren Fällen kam es bereits zu Geldübergaben.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass weder Polizeibeamte noch Staatsanwälte oder Mitarbeiter von Gerichten oder Krankenhäusern telefonisch Geldforderungen stellen oder die Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen verlangen.
Die Polizei rät / ÐолиÑÐ¸Ñ ÑекомендÑеÑ:
Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten/ ÐÑли Ñ ÐÐ°Ñ ÑаздаÑÑÑÑ Ñакой звонок
bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. / ÑÐ¾Ñ ÑанÑйÑе ÑпокойÑÑвие и не обÑаÑайÑе Ð²Ð½Ð¸Ð¼Ð°Ð½Ð¸Ñ Ð½Ð° ÑÑебованиÑ;
notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers. / запиÑиÑе, еÑли возможно, вÑÑвеÑивÑийÑÑ Ð½Ð° ÐаÑем ÑелеÑоне Ð½Ð¾Ð¼ÐµÑ Ð·Ð²Ð¾Ð½Ð¸Ð²Ñего;
wenn der Anrufer um einen Rückruf bittet, notieren Sie die von ihm genannte Nummer, rufen Sie Ihn aber auf gar keinen Fall zurück! / еÑли звонивÑий поÑÑебÑÐµÑ Ð¿ÐµÑезвониÑÑ ÐµÐ¼Ñ — запиÑиÑе номеÑ, коÑоÑÑй он вам назовÑÑ, но ни в коем ÑлÑÑае не пеÑезванивайÑе емÑ
prägen Sie sich möglichst Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. / поÑÑаÑайÑеÑÑ Ð·Ð°Ð¿Ð¾Ð¼Ð½Ð¸ÑÑ Ð³Ð¾Ð»Ð¾Ñ Ð¸ ÑеÑевÑе оÑобенноÑÑи звонивÑего;
halten Sie Rücksprache mit Ihrer Familie. / поÑовеÑÑйÑеÑÑ Ñ ÐаÑей ÑемÑÑй;
wenden Sie sich unverzüglich an Ihre nächste Polizeidienststelle. / немедленно обÑаÑиÑеÑÑ Ð² ближайÑий полиÑейÑкий ÑÑаÑÑок.
Informieren Sie auch Angehörige und Bekannte über diese Betrugsmasche.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Niederbayern. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
roj/news.de