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Polizei-News Velbert, 28.05.26: 74-Jähriger bestohlen - Polizei warnt erneut vor "Kettentrick" -

Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / onw-images / Marius Bulling

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Die Polizei im Kreis Mettmann hat zuletzt eine Häufung des so genannten Kettentricks registriert. Hierbei tauschen Trickbetrügerinnen und Trickbetrüger unbemerkt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch minderwertigen Modeschmuck aus. Am Mittwoch, 27. Mai 2026, kam es nun in Velbert zu einem weiteren Fall, bei dem ein 74-jähriger Senior bestohlen wurde.

Gegen 10:30 Uhr wurde der Senior an der Schloßstraße in Höhe der Hausnummer 54 von einem Mann aus einem langsam heranfahrenden Auto angesprochen. Der ihm unbekannte Autofahrer fragte den 74-Jährigen nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Nachdem der Senior dem Fahrer den Weg erklärt hatte, stiegen dieser und seine Beifahrerin aus und legten dem Senior zum "Dank" Schmuck an.

Erst nachdem sich die beiden mit dem Auto in unbekannte Richtung entfernt hatten, fiel dem Velberter auf, dass seine ursprünglich getragene Goldhalskette entwendet worden war. Er beschreib den Täter als:

  • circa 50 Jahre alt
  • mit schwarzen Haaren und kurzem, dunklen Bart
  • mit südländischem Erscheinungsbild

Die Frau soll ungefähr 50 Jahre alt sein und dunkle Haare haben.

Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt:

Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges an der Schloßstraße beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei in Velbert jederzeit unter 02051 946-6110 entgegen.

So läuft der Kettentrick ab:

Die Kriminellen handeln meistens alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.

Die Kontaktaufnahme

Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.

Körperliche Nähe

Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen.

Der Diebstahl

Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später.

Die Polizei rät:

Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Mettmann vom 28.05.2026 gegen 12:59 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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