Polizeifahndung Bruchköbel, 22.05.26: Verdächtiges Ansprechen von Kindern - Polizeibericht und Verhaltenstipps
Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / onw-images / Marius Bulling
Erstellt von Team Datenjournalismus
22.05.2026 14.59
Seit dem 11. Mai gingen bei der Polizei vermehrt Meldungen über verdächtiges Ansprechen von Kindern im Bereich Bruchköbel ein. In diesem Zusammenhang wurde wiederholt ein weißer Kastenwagen mit französischem Kennzeichen gemeldet, dessen Insassen auch Kinder angesprochen haben sollen.
Bislang konnte lediglich in einem Fall vom 12. Mai bestätigt werden, dass ein zwölfjähriger Junge von Personen aus einem weißen Sprinter heraus angesprochen wurde. Der Junge sei dabei aufgefordert worden, einzusteigen, da man angeblich seine Eltern kennen würde. Der Junge reagierte richtig, lehnte dies ab und verständigte unmittelbar den Notruf.
Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte das betreffende Fahrzeug und dessen Insassen einer Kontrolle unterzogen werden. Hierbei stellten die Beamten fest, dass das am Fahrzeug angebrachte französische Kennzeichen nicht für das kontrollierte Fahrzeug ausgegeben war. Das Kennzeichen sowie das Fahrzeug wurden daraufhin sichergestellt.
Am Mittwoch, 20. Mai, gingen erneut Mitteilungen zu einem weißen Sprinter mit französischem Kennzeichen ein. Eine Polizeistreife konnte ein entsprechendes Fahrzeug mit den bereits zuvor kontrollierten Personen kurz darauf antreffen und überprüfen. Die kontrollierten Personen wurden zur Dienststelle gebracht; zudem erfolgte eine sogenannte Gefährderansprache. Im Rahmen informatorischer Befragungen gaben die Betroffenen an, keine Kinder angesprochen zu haben. In diesem sowie in zwei weiteren, zwischenzeitlich gemeldeten Fällen, in denen ein verdächtiger weißer Kastenwagen gemeldet wurde, liegen bislang keine Hinweise darauf vor, dass Kinder tatsächlich angesprochen wurden.
Bislang handelte es sich bei den kontrollierten Fahrzeugen um Wagen von Schrottsammlern, deren Laderäume jeweils mit entsprechenden Materialien beladen waren. Die Polizei schließt daher derzeit nicht aus, dass es im Zusammenhang mit der Suche nach Schrott zu Kontaktaufnahmen gekommen sein könnte. Dennoch nimmt die Polizei die eingegangenen Hinweise ernst und führt weiterhin entsprechende Ermittlungen durch. Gleichzeitig bitten die Beamten darum, sachlich mit dem Thema umzugehen und keine unbegründeten Gerüchte oder Spekulationen - insbesondere in sozialen Netzwerken - zu verbreiten.
Die Polizei rät Eltern, mit ihren Kindern altersgerecht über den Umgang mit fremden Personen zu sprechen. Kinder sollten insbesondere darauf hingewiesen werden:
- nicht zu fremden Personen ins Fahrzeug zu steigen,
- Abstand zu unbekannten Fahrzeugen zu halten,
- in unangenehmen Situationen laut auf sich aufmerksam zu machen,
- sich Hilfe bei anderen Erwachsenen zu suchen,
- sowie umgehend Eltern, gegebenenfalls Lehrkräfte oder die Polizei zu informieren.
Wer verdächtige Beobachtungen macht oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. In akuten Situationen sollte umgehend der Notruf 110 gewählt werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Südosthessen vom 22.05.2026 gegen 14:26 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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