Polizei-News Hagen, 21.05.26: Betrüger nutzen Foto und Namen eines echten Bekannten und erbeuten vierstelligen Geldbetrag
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / Christoph Reichwein
Erstellt von Team Datenjournalismus
21.05.2026 08.03
Mit einer Masche gelang es Betrügern Mitte April, einen hohen vierstelligen Geldbetrag zu erbeuten. Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt ein Senior aus Hagen in einem Zeitraum von mehreren Tagen über einen Messangerdienst Textnachrichten von einer unbekannten Person, die sich jedoch als ein persönlicher Bekannter ausgab. Die Täter behaupteten, der Bekannte habe eine neue Mobilfunknummer und sei deshalb nur noch unter dieser erreichbar.
Um glaubwürdig zu erscheinen, verwendeten die Betrüger dabei den echten Namen des Bekannten sowie ein Foto aus dem Internet als Profilbild. Dadurch entstand bei dem Hagener der Eindruck, tatsächlich mit seinem Freund zu kommunizieren. Im weiteren Verlauf baten die Täter unter einem vorgeschobenen Vorwand um finanzielle Unterstützung. Der Senior überwies daraufhin einen hohen vierstelligen Geldbetrag auf ein angegebenes Konto. Der Betrug fiel erst Wochen später auf, als das Opfer seinen tatsächlichen Bekannten auf die Rückzahlung des Geldes ansprach. Dieser hatte jedoch weder eine neue Telefonnummer noch jemals Geld gefordert.
Die Hagener Kriminalpolizei warnt ausdrücklich vor der abgewandelten Version des bekannten "Enkeltrick"- beziehungsweise "Falscher Sohn/Falsche Tochter"-Masche über Messenger-Dienste.
Täter nutzen hierbei gezielt öffentlich zugängliche Informationen aus sozialen Netzwerken und dem Internet, um persönliche Beziehungen ihrer Opfer nachzuvollziehen. Häufig reichen bereits öffentlich sichtbare Fotos, Kontaktinformationen oder Freundeslisten aus, um glaubhafte falsche Identitäten zu erstellen.
Bitte beachten Sie folgende Dinge, um Betrugsversuchen vorzubeugen:
Seien Sie misstrauisch bei Nachrichten von unbekannten Nummern - auch wenn Name und Foto bekannt erscheinen.
Bitte überprüfen Sie den angeblichen Wechsel der Rufnummer immer über die bislang bekannte Telefonnummer.
Überweisen Sie niemals Geld allein aufgrund von Messenger-Nachrichten.
Sprechen Sie insbesondere bei hohen Geldforderungen mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen.
Gehen Sie sparsam mit persönlichen Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken um.
Prüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen Ihrer Online-Profile regelmäßig.
Informieren Sie ältere Angehörige über aktuelle Betrugsmaschen.
Wer Opfer eines solchen Betruges geworden ist oder verdächtige Nachrichten erhält, sollte unverzüglich die Polizei informieren.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Hagen vom 21.05.2026 gegen 07:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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