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Polizei-News Köln, 01.04.26: Durchsuchungen in Düsseldorf wegen gewerbsmäßigem Betrug - Millionen-Schaden, Hauptbeschuldigter festgenommen

Unerlaubter Aufenthalt für das Presseportal Bild: Adobe Stock / pattilabelle

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In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln (Abteilung Wirtschaftskriminalität) hat die Kriminalpolizei Köln (KK 31) am frühen Mittwochmorgen (01.04.) zehn richterliche Durchsuchungsbeschlüsse im Großraum Düsseldorf sowie in Gelsenkirchen vollstreckt. Der Hauptbeschuldigte einer international tätigen, aus Osteuropa stammenden Gruppierung konnte an seiner Privatanschrift in Düsseldorf angetroffen und festgenommen werden.

Dem 42-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, seit 2020 unter Einbindung weiterer mutmaßlicher Tatbeteiligter als Strohmänner oder Kuriere ein komplexes Netzwerk an sogenannten "Scheinfirmen" aufgebaut zu haben. Mittels dieser habe er sowohl Scheinrechnungen erstellt oder genutzt, um u.a. Schwarzgeld zu generieren, als auch betrügerische Bestellungen von Leasingfahrzeugen, Baumaterialien, Metallen, Baumaschinen und -fahrzeugen sowie Elektronikartikeln veranlasst. Die auf diese Weise erlangten Waren sollen anschließend in Deutschland an Dritte veräußert oder ins Ausland verbracht worden sein, um sie dort widerrechtlich weiterzuverkaufen.

Im Rahmen der Ermittlungen wird u.a. den Tatvorwürfen des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, der Unterschlagung, der Schwarzarbeit und der Geldwäsche nachgegangen. Der noch nicht abschließend summierte Schaden aus den mutmaßlich bundesweit begangenen Betrugstaten beziffert sich bislang auf ca. 2,5 Millionen Euro. Der öffentlichen Hand entstand ein mutmaßlicher Schaden in Höhe von ca. 2,8 Millionen Euro. Parallel zu den in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Maßnahmen sind drei Durchsuchungsbeschlüsse in Bulgarien durch ausländische Behörden vollstreckt worden, die zur Auffindung und Festnahme von weiteren Beschuldigten dienten.

Der Maßnahme gingen umfangreiche verdeckte Ermittlungen voraus, die seit 2023 unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln in einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Kriminalpolizei Köln und Hauptzollamt Köln - Finanzkontrolle Schwarzarbeit - geführt wurden. Die Ermittlungen - welche sich insgesamt gegen 25 Personen richten - dauern an.

Auskünfte an Medienvertreter erteilt ausschließlich Staatsanwalt Sinan Sengöz unter der Telefonnummer 0221 477 4552 oder per E-Mail unter pressestelle@sta-koeln.nrw.de.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Köln vom 01.04.2026 gegen 11:24 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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