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Polizeieinsatz Fürstenfeldbruck, 28.03.2026: Falsche Polizeibeamte betrügen Seniorin – Wertsachen in Kochtopf platziert

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel

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Für die Regionen Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech hat die Polizei eine aktuelle Meldung veröffentlicht. In dieser heißt es:

Rott, Lkr. Landsberg am Lech: Eine über 90-jährige Dame aus Rott wurde gestern Vormittag (27.03.2026) von Betrügern angerufen. Diese gaben sich als Polizeibeamte aus. Die betagte Dame platzierte daraufhin Bargeld in fünfstelliger Höhe in einem Kochtopf, das Geld wurde von einem bislang unbekannten Täter abgeholt. Die Kripo Fürstenfeldbruck ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Am gestrigen Vormittag riefen Callcenter-Betrüger die Frau an und gaben an, von der Polizei zu sein. Der Geschädigten wurde wahrheitswidrig erzählt, bei festgenommenen Einbrechern in der Nachbarschaft wäre ein Zettel aufgefunden worden, auf dem ihr Name und ihre Adresse notiert gewesen wären. Zum Schutz vor Einbrechern sollte die Dame ihre Wertsachen zur Abholung in einem Topf bereitstellen. Die Geschädigte legte daraufhin Bargeld in niedriger fünfstelliger Höhe sowie Silbermünzen in niedrigem vierstelligen Wert in einen Kochtopf, den sie vor ihrer Haustüre abstellte.

Die Betrüger hielten die betagte Dame noch mehrere Stunden am Telefon. Im Laufe des Vormittags – vermutlich gegen 11 Uhr – wurden Geld und Münzen aus dem Kochtopf von einem bislang unbekannten Abholer entwendet.

Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Wer gestern Vormittag im Norden der Gemeinde Rott verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, die mit der Geldabholung in Verbindung stehen könnten, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden.

Die Kriminalpolizei warnt erneut vor dem Phänomen „Falsche Polizeibeamte / Schockanruf“ und rät:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen!

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

  • Die echte Polizei wird niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen fordern, um Ermittlungen durchzuführen, die Wertsachen vor Einbrechern zu schützen oder um Kautionen zu stellen! Auch die Forderung hoher Summen für angeblich dringend notwendige Medikamente zur Behandlung von Verwandten ist eine perfide Masche der Betrüger.

  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen daher unter der Ihnen bekannten Nummer an!

  • Die Polizei kontaktiert Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu (Verwandte, Nachbarn, Freunde).

  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere Informationen zum Thema Schockanruf finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF !

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Nord. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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