Lokales

Polizei-News Stralsund, 26.03.26: Falsche Polizeibeamte manipulieren Opfer

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Paul Zinken

  • Artikel teilen:

Im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund sind am gestrigen Tag (25. März 2026) mehrere Hinweise zu Betrugsversuchen durch sogenannte "falsche Polizeibeamte" bekannt geworden. Siehe auch: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/6243404.

In einem Fall wurde eine Frau aus Stralsund telefonisch von einem angeblichen Kriminalbeamten kontaktiert. Im Verlauf mehrerer, teils langer, Gespräche gelang es den Tätern, eine glaubhafte Legende aufzubauen. Dabei wurde vorgegeben, dass Ermittlungen gegen eine Tätergruppierung laufen würden und auch Bankkarten der Angerufenen betroffen sein könnten.

Durch die intensive Gesprächsführung und den gezielten Aufbau von Vertrauen setzten die Täter ihr Gegenüber psychologisch unter Druck. In der Folge wurden die Herausgabe von EC-Karten sowie die Nennung der zugehörigen PIN-Nummern erreicht.

Anschließend kam es zu unberechtigten Abhebungen an Geldautomaten sowie zu Zahlungen im Einzelhandel, im Bundesland Brandenburg. Es entstand ein Schaden von etwa 2.500 Euro.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um eine besonders perfide Variante des sogenannten "Falsche-Polizisten"-Betruges handelt. Die Täter agieren oftmals über viele Stunden hinweg in mehreren Telefonaten, um Vertrauen aufzubauen und ihre Opfer zur Herausgabe sensibler Daten oder Gegenstände zu bewegen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.

Wichtige Hinweise der Polizei

  • Die Polizei wird Sie niemals telefonisch nach Bargeld, Wertgegenständen, Bankkarten oder PIN-Nummern fragen.
  • Geben Sie keine EC-Karten oder PINs an Dritte heraus - auch nicht an vermeintliche Polizeibeamte.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Anrufer Druck aufbauen oder von dringenden Ermittlungen sprechen.
  • Beenden Sie solche Gespräche und wählen Sie im Zweifel selbst den Notruf 110.
  • Lassen Sie sich nicht in längere Gespräche verwickeln - genau darauf zielen die Täter ab.
  • Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig erscheint.

Wer einen solchen Anruf erhält oder bereits geschädigt wurde, sollte umgehend die Polizei informieren und sich mit seiner Bank in Verbindung setzen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 26.03.2026 gegen 12:10 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Vorpommern-Rügen - Aktuelle Nachrichten aus der Region:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.