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Polizeimeldung Fürstenfeldbruck, 20.03.2026: Falsche Polizeibeamte - Seniorin übergibt Wertgegenstände - Zeugenaufruf - Kriminalpolizei warnt vor anhaltender Betrugsmasche

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / Sven Hoppe

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Für Tutzing, Landkreis Starnberg hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:

Am Mittag des 19.03.2026 gelang es Betrügern, eine über 90-jährige Rentnerin aus Tutzing mit der überregionalen Betrugsmasche des falschen Polizeibeamten dazu zu bringen, Wertsachen im geschätzten Wert von 10.000 Euro zu übergeben. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.

In den gestrigen Mittagsstunden erhielt die Seniorin einen Anruf eines Betrügers, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgab. Er erzählte der Dame, dass ihre Schwiegertochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine Haftstrafe drohe. Diese könne nur durch die Zahlung einer Kaution in Höhe von 150.000 Euro abgewendet werden. Da die Rentnerin angab, lediglich über Wertgegenstände, jedoch kein Bargeld zu verfügen und den geforderten Betrag nicht aufbringen konnte, waren die Betrüger auch mit dieser Übergabe einverstanden. Sie lotsten die Frau daraufhin in die Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing. Dort traf sie auf eine Abholerin, die dann die Tasche mit den Wertgegenständen entgegennahm.

Erst als sie am Abend ihrem Sohn von der Sache erzählte, wurde der Betrug der Polizei bekannt.

Die Abholerin kann wie folgt beschrieben werden:

Sie ist weiblich, ca. 40 Jahre alt, hat braune Haare und ein osteuropäisches Erscheinungsbild mit Akzent.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übernommen. Zeugen, die zwischen 11:30 Uhr und 13:30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen in der Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 zu melden.

Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden, rät die Kriminalpolizei:

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!

  • Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!

  • Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!

  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 - benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!

  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!

  • Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Nord. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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