Polizei-News Mainz, 05.03.26: LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact entwickeln Kriminaltechnik-Simulator Forensics - Crime Scene Detective
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Paul Zinken
Erstellt von Team Datenjournalismus
05.03.2026 14.35
Kooperationsvertrag seit August 2025 - realistische Tatortarbeit und Laboranalyse für PC, PlayStation und Xbox
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz arbeitet gemeinsam mit der Binary Impact GmbH aus Niederelbert an dem Kriminaltechnik-Simulator "Forensics: Crime Scene Detective".Grundlage ist ein Kooperationsvertrag, den das LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact am 01.08.2025 unterzeichnet haben. Das Projekt verbindet kriminaltechnische Praxis mit interaktiver Vermittlung und wird vom Publisher Aerosoft weltweit veröffentlicht.
Der Titel erscheint für PC, PlayStation und Xbox.Ab dem 05.03.2026 kann das Spiel auf Steam zur Wunschliste hinzugefügt werden. Weitere Informationen unter:https://binaryimpact.games/
Im Mittelpunkt steht ein Bereich polizeilicher Ermittlungsarbeit, der in der Öffentlichkeit oft wenig sichtbar ist: die Arbeit der Kriminaltechnik.Spielerinnen und Spieler übernehmen die Rolle einer forensischen Fachkraft. Der Simulator setzt dabei bewusst nicht auf Action, sondern auf methodisches Vorgehen - vom stillen Tatort bis zur Laboranalyse.
Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, sagt: "Kriminaltechnik ist ein zentraler Bestandteil moderner Ermittlungen. Sie lebt von Präzision, Dokumentation und fachlicher Kompetenz. Das Projekt kann dazu beitragen, ein realistisches Verständnis für diese Arbeit zu schaffen."
Der Spielablauf verbindet die Spurensuche und Beweissicherung am Tatort mit der Auswertung im Labor. Dazu gehören unter anderem Fingerabdruck- und DNA-Untersuchungen, die Analyse von Spurenbildern sowie die Auswertung digitaler Geräte. Wer Hinweise übersieht oder unsauber dokumentiert, kann den Verlauf eines Falls beeinflussen.
Dr. Sandra Merten, Leiterin der Kriminaltechnik im LKA Rheinland-Pfalz, betont: "Uns war wichtig, dass Kriminaltechnik nicht als Rätsel oder Show dargestellt wird, sondern als strukturierter Prozess. Spuren müssen sauber gesichert, nachvollziehbar dokumentiert und fachgerecht ausgewertet werden."
Die Zusammenarbeit zwischen dem LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact basiert auf Workshops, fachlichen Rückmeldungen und Erfahrungsberichten aus der kriminaltechnischen Praxis. Diese fließen in die Darstellung von Abläufen, Standards und Systematik ein.
Auch für Binary Impact steht der Praxisbezug im Mittelpunkt. Sebastian Pohl, Geschäftsführer von Binary Impact, erklärt: "Ich finde es großartig, dass wir ein Spiel erstellen konnten, das auf Erfahrungsberichten von echten Experten des LKA basiert."
Jens Wiechering, ebenfalls Geschäftsführer, ordnet das Projekt als Beispiel für Standortkooperation ein: "Forensics: Crime Scene Detective ist ein wichtiges Leuchtturmprojekt für die Zusammenarbeit einer Behörde mit der freien Wirtschaft in Rheinland-Pfalz."
Gefördert wurde das Projekt durch die Medienförderung Rheinland-Pfalz sowie die Computerspielförderung des Bundes. Die Veröffentlichung übernimmt Aerosoft weltweit.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz vom 05.03.2026 gegen 14:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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