Polizei-News Göttingen, 26.02.26: Schüler (18) löst Polizeieinsatz an Göttinger Arnoldi-Schule wegen Bedrohung aus, Ermittlungen dauern an
Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H
Erstellt von Team Datenjournalismus
26.02.2026 16.36
Ein angeblich mit einer Schusswaffe ausgestatteter Schüler hat am Montagvormittag (25.02.26) gegen 10.15 Uhr einen Polizeieinsatz an der Göttinger Arnoldi-Schule am Friedländer Weg ausgelöst.
Eine Mitarbeitende hatte zuvor über den Polizeinotruf gemeldet, dass ein Schüler einen anderen Schüler mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht haben soll. Der besagte Schüler, ein 18 Jahre alter Heranwachsender aus Göttingen, befände sich inzwischen in einem Büro der Schulleitung.
Die Polizei fuhr die Örtlichkeit sofort mit einem erhöhten Kräfteaufgebot an, um dem Hinweis nachzugehen und das Vorliegen einer möglichen Gefahr für Unbeteiligte zu prüfen.
Wie in dem Telefonat genannt, wurde der 18-jährige Verursacher des Einsatzes durch die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte in dem Büro angetroffen.
Die sofortige Durchsuchung seiner Person führte nicht zum Auffinden des vermeintlichen schusswaffenähnlichen Gegenstandes oder anderer waffenrechtlich relevanter Gegenstände.
Hintergrund Streit in Schulnähe
Den ersten Erkenntnissen zufolge soll es etwa gegen 10.15 Uhr außerhalb des eigentlichen Schulgeländes zu einem verbalen Streit zwischen dem 18-Jährigen und einem gleichaltrigen Mitschüler gekommen sein. Der Auslöser ist noch unklar und Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.
Der Heranwachsende soll dem Mitschüler dann einen in der Jackentasche mitgeführten, pistolenähnlichen Gegenstand gezeigt haben. Hervorgeholt worden sei der Gegenstand nicht. Auch zu einer öffentlich wahrnehmbaren, direkten Bedrohung mit dem verdächtigen, waffenähnlichen Gegenstand soll es den derzeitigen Informationen nach nicht gekommen sein. Letztlich entfernte sich der 18-Jährige vom Ort.
Polizei nimmt Tatverdächtigen und Opfer mit zur Dienststelle
Der tatverdächtige Schüler und das Opfer wurden für die weiteren Ermittlungen und Aufhellung des Sachverhaltes dem Fachkommissariat 6 (Jugendkommissariat) der Polizei Göttingen zugeführt. Gegenüber den Ermittlern bestritt der 18-Jährige, eine Waffe besessen zu haben. Zu den erhobenen Vorwürfen äußerte er sich nicht. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung gegen ihn ein.
Tatort und angrenzende Straßen abgesucht
Eine intensive Absuche des mutmaßlichen Tatortes sowie auch der umliegenden Straßenzüge durch Einsatzkräfte führte ebenfalls nicht zum Auffinden einer Waffe oder eines waffenähnlichen Gegenstandes. Um was für eine Waffe bzw. einen Gegenstand es sich handelte, ist deshalb bislang unklar und Bestandteil der laufenden Ermittlungen.Der Polizeieinsatz am und rund um das Schulgelände dauerte bis etwa 11.15 Uhr. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nach aktuellem Ermittlungsstand nicht.
Unklare Lage - Einsatzkräfte müssen konsequent handeln
Einsätze im Zusammenhang mit schusswaffenähnlichen Gegenständen lösen regelmäßig einen größeren Polizeieinsatz aus, da bei Eingang der ersten Informationen nicht zuverlässig beurteilt werden kann, ob eine reale Gefahr vorliegt oder gesichert auszuschließen ist. Bis dies zweifelsfrei feststeht, müssen die Einsatzkräfte konsequent und lageangepasst handeln, um eine mögliche Gefahr für Unbeteiligte auszuschließen. Angaben zur Gesamtzahl eingesetzter Beamtinnen und Beamten erfolgen in diesem Kontext grundsätzlich nicht, da es sich hierbei um eine einsatztaktische Information handelt.
Sachdienliche Hinweise zum Geschehen sowie Beobachtungen von Zeugen nimmt die Polizei unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Göttingen vom 26.02.2026 gegen 16:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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