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Polizeieinsatz Ebersberg, 16.02.2026: Schockanruf in Kirchseeon - Täter erbeuten hohe Bargeldsumme

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Karmann

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Für die Regionen Ebersberg und Erding hat die Polizei eine aktuelle Meldung veröffentlicht. In dieser heißt es:

Am Abend des 13.02.2026 gelang es einem bislang unbekannten Täter mit der überregionalen Betrugsmasche „Schockanruf“ einen Bargeldbetrag in Höhe von 25.000 Euro zu erbeuten. Die Kriminalpolizeiinspektion Erding hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Eine 89-jährige Rentnerin aus Kirchseeon erhielt am Abend des 13.02.2026 einen Anruf einer bislang unbekannten Täterin. Diese gab sich gegenüber der Seniorin als ihre Tochter aus. Unter Tränen erzählte sie der Seniorin, dass sie in einen schweren Verkehrsunfall mit einer getöteten Person verwickelt sei. Eine Haftstrafe könne sie nur durch die Zahlung einer Kaution abwenden. Durch den am Telefon ausgeübten Druck erklärte sich die gutgläubige Geschädigte bereit, die Kaution in Höhe von 25.000 Euro zu zahlen. Im weiteren Verlauf des über Stunden andauernden Gesprächs kam ein unbekannter Abholer zur Wohnung der Rentnerin. Sie übergab ihm ein Kuvert mit dem Bargeld. Der Abholer konnte unerkannt verschwinden.

Erst zwei Stunden nach der Geldübergabe kamen der Dame Bedenken, woraufhin sie sich bei der Polizei meldete. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg.

Die Kriminalpolizei rät:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!

  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!

  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!

  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne Leg auf!

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Nord. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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