Lokales

Polizei-News Giessen, 05.02.26: Achtung! Betrüger rufen an

Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Heiko Küverling

  • Artikel teilen:

Landkreis Gießen: Achtung! Betrüger rufen an

Derzeit melden sich vermehrt Bürgerinnen und Bürger aus Kreisgebiet Gießen bei der Polizei. Betrüger wollen offensichtlich am Telefon Kasse machen: Sie geben sich u.a. als Polizisten aus und berichten von festgenommenen Einbrecherbanden in der Nachbarschaft. Ziel ist, an Wertsachen zu gelangen und diese "sicher zu verwahren".

Aktuell sind die Kriminellen im Raum Grünberg aktiv. Erfahrungsgemäß sind die Anrufe nicht nur auf einen Ort oder Landkreis beschränkt.

Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können.

Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Kontext von falschen Bankmitarbeitern ist der typische Ablauf der gängigsten Fälle wie folgt:

  • Der Schockanruf: Die Täter rufen an und geben sich als Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Oft behaupten sie, es seien "unregelmäßige Kontobewegungen" aufgefallen. Daher seien weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig.
  • Die PIN-Falle: Unter dem Vorwand, die Karte sperren oder prüfen zu müssen, wird das Opfer gedrängt, die PIN preiszugeben. Entweder direkt am Telefon, vor Ort an den falschen Mitarbeiter oder durch Eingabe in eine gefälschte Website.
  • Die Abholung: Da die Karte angeblich "defekt" oder "unsicher" sei, kündigt der Anrufer an, ein Kurier oder Kollege werde sie sofort an der Haustür abholen, um sie zur Bank zu bringen. Teils wird versucht, auch weitere Wertgegenstände in Verwahrung zu nehmen, um sie so vor Dieben zu sichern.
  • Die Plünderung: Sobald die Betrüger Karte und PIN haben, heben sie umgehend Bargeld an Automaten ab oder tätigen Einkäufe.

Um es den Kriminellen möglichst schwer zu machen, raten die Ermittler: Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf. Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z. B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z. B. PayPal), heraus.

Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mittelhessen vom 05.02.2026 gegen 14:24 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Aktuelles aus Gießen und Umgebung:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.