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Polizei-News Chemnitz, 15.01.2026: Tatverdächtige zu Diebstahls- und Betrugsdelikten ermittelt

Die Polizei Sachsen informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Matthias Bein

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Für Freiberg hat das Polizeipräsidium Chemnitz gegen 10:22 Uhr eine Meldung für die Region Mittelsachsen herausgegeben. In dieser heißt es:

Freiberg: Tatverdächtige zu Diebstahls- und Betrugsdelikten ermittelt

Zeit: April bis September 2025

Ort: Freiberg

(136) Das Polizeirevier Freiberg konnte etwa zwei Dutzend Diebstahls- und Betrugsdelikte aufklären und eine Tatverdächtige (29) ermitteln. Die Frau befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Beamten haben kürzlich einen Ermittlungskomplex, bestehend aus 26 Fällen in Oederan und überwiegend Freiberg, an die Staatsanwaltschaft Chemnitz zur weiteren Entscheidung abgegeben, in welchem die 29-jährige Frau (deutsch) als Beschuldigte geführt wird.

So wird ihr beispielsweise vorgeworfen, Anfang Mai 2025 in eine Wohnung auf dem Freiberger Wasserberg eingedrungen zu sein, offenbar während die Bewohner schliefen. Aus einer im Flur hängenden Tasche hatte sie 50 Euro Bargeld und eine Kreditkarte entwendet, mit der sie widerrechtliche Zahlungen und Auszahlungen in Höhe von insgesamt 3.000 Euro tätigte. In die Wohnung war sie mit einem zuvor aus dem Treppenhaus entwendeten Schlüssel gelangt, welchen die älteren Bewohner dort als Notfallschlüssel hinterlegt hatten. Die Tat konnte der 29-Jährigen zugeordnet werden, nachdem sie Anfang Juli nachts von Polizisten kontrolliert worden war und dabei bei ihr unter anderem Einbruchswerkzeug, zahlreiche Schlüssel und Geldkarten sowie Briefe von fremden Personen aufgefunden wurden.

Für zwei weitere Wohnungseinbrüche Mitte Juni ist sie ebenso tatverdächtig. Den Ermittlungen zufolge drang sie gewaltsam in eine Wohnung in der Langen Straße ein und entwendete Bargeld, eine Geldkarte, Schmuck und Zigaretten im Gesamtwert von etwa 13.000 Euro. Auch in diesem Fall setzte sie die Karte widerrechtlich ein und hob 1.000 Euro vom Konto der 67-jähigen Geschädigten ab. Gesicherte Videoaufnahmen einer Überwachungskamera als auch ausgewertete DNA-Spuren vom Tatort erhärteten den Tatverdacht gegen die 29-Jährige.

Weiterhin drang sie Mitte Juni nachts in eine Wohnung in der Tschaikowskistraße ein, offenbar nachdem sie den im Briefkasten deponierten Wohnungsschlüssel gefunden hatte. Sie erbeutete ein Portemonnaie. Die darin enthaltene Geldkarte nutzte sie noch in der Nacht mehrfach, insbesondere an Zigarettenautomaten. Der finanzielle Gesamtschaden beträgt hierbei insgesamt rund 300 Euro.

Mitte Juli 2025 fanden Polizisten in einem Gebüsch auf dem Freiberger Wasserberg zurückgelassene Gegenstände, die im Zuge der geführten Ermittlungen der 29-Jährigen zugeordnet werden konnten. Darunter befanden sich erneut dutzende Briefe, Geldkarten als auch Ausweise von anderen Personen. Die umfangreich geführten Recherchen brachten hiernach weitere Straftaten zutage. So steht die

29-Jährige im Verdacht, im April 2025 in eine Wohnung in Oederan eingedrungen zu sein, während der Bewohner schlief. Auch die in dem Fall erbeuteten Geldkarten nutzte sie zum Bezahlen. Der Geschädigte war ursprünglich davon ausgegangen, dass er die Karten verloren hatte. Der Schaden beläuft sich insgesamt abermals auf einige hundert Euro.

In mindestens sieben Fällen seit Frühjahr 2025 gelangte die Beschuldigte an Geldkarten aus Postsendungen und teilweise brachte sie diese widerrechtlich zum Einsatz, weshalb nicht nur wegen Diebstahls, sondern u.a. auch wegen Betrugs sowie Verletzung des Briefgeheimnisses ermittelt wurde. So hatte sie in der Freiberger Pfarrgasse, Frauensteiner Straße, Tschaikowskistraße, Maxim-Gorki-Straße, Fischerstraße sowie im Bertholdsweg derartige Briefe mit enthaltenen Zahlungskarten bzw. Finanzdaten aus privaten Hausbriefkästen geangelt. Es entstand dadurch ein finanzieller Gesamtschaden von einigen tausend Euro.

Im Oktober erfolgte die Festnahme der Frau, nachdem über die Staatsanwaltschaft Chemnitz ein Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht erwirkt werden konnte.

Mitunter hat sich die Beschuldigte zu den Taten eingelassen. Offenbar nutzte sie die Taterträge zur Führung ihres Lebensunterhaltes und für ihren Betäubungsmittelkonsum. Der durch die Beschuldigte verursachte Stehlschaden wird auf insgesamt mindestens

20.000 Euro geschätzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Chemnitz. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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