Polizei-News Mainz, 14.01.26: Genug Betrug! Sicher ins neue Jahr - Schutz vor Phishing, Smishing und Quishing
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Paul Zinken
Erstellt von Team Datenjournalismus
14.01.2026 10.36
Tipps für mehr Sicherheit im digitalen Alltag -
Unseriöse Absender geben sich oft als vertrauenswürdige Quellen aus und versenden so jedes Jahr massenhaft Phishing-Mails und Textnachrichten oder platzieren manipulierte QR-Codes (beispielsweise auf Parkautomaten).
Typisch für Phishing-Mails: es wird meistens eine sehr kurze Frist genannt, in der man handeln könne.So erhält man beispielsweise angebliche E-Mails der Hausbank, dass aufgrund des Jahreswechsels die ID aus sicherheitstechnischen Gründen aktualisiert werden müsse. Es gibt allerdings auch weitere Legenden wie Gewinnversprechen, Erbschaften, Rechnungen, Mahnungen, polizeiliche Vorladungen oder Haftbefehle.Ziel der Absender ist es, an persönliche Daten zu gelangen. Zunehmend kommen dabei KI-gestützte Texte zum Einsatz, die sprachlich kaum von echten Nachrichten zu unterscheiden sind.
Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale warnen vor zunehmenden Phishing-Fällen über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram, die häufig über unbekannte Gruppen-Chats starten.Betrüger locken dabei mit falschen Nebenjobs, angeblichen Trading-Gewinnen oder gefälschten Online-Abstimmungen, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Oft wirken die Angebote zunächst seriös und erfolgreich, dienen aber ausschließlich dazu, Vertrauen aufzubauen und Opfer finanziell zu schädigen.
Auch kurz nach Weihnachten noch sehr beliebt: das sogenannte Smishing. In diesen Fällen schicken Betrüger gefälschte SMS von Paketdiensten an Personen mit dem Ziel, persönliche Daten abzugreifen.Besonders beliebt sind Vorwände wie: "Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden", "ein Zollbetrag muss gezahlt werden" oder "Die Anschrift muss erneut angegeben werden".Die vermeintliche Lösung ist immer ein externer Link, der auf eine gefälschte Webseite führt. Dort werden dann persönliche Daten abgefragt.
Eine etwas neuere Betrugsmasche ist das "Quishing" (Zusammensetzung der Worte "QR-Code" und "Phishing"): Kriminelle machen sich die Technik zunutze und missbrauchen QR-Codes für ihre Zwecke.Hier sollten Menschen vor allem im öffentlichen Raum wachsam sein, beispielsweise auf Parkplätzen, an Parkuhren, E-Ladesäulen, an Bahnhöfen oder Bushaltestellen.Mittlerweile werden auch Mails mit QR-Code seitens der Täter verschickt. Ganz aktuell ist das Einwerfen von Paketbenachrichtigungen direkt in den Briefkasten, auf denen die Empfänger aufgefordert werden, einen QR-Code zu scannen.Nach dem Scannen des Codes soll man auf gefälschten Webseiten seine Bankdaten eingeben.
Was ist das Ziel dieser Betrugsmasche?
Betrüger möchten an persönlichen Daten und/oder an Geld gelangen.Mit Daten lässt sich Geld verdienen, wenn E-Mail-Adressen, Namen und sonstige Informationen in kriminellen Kreisen weitergegeben werden. Mit den gewonnenen Daten können Cyber-Kriminelle zukünftige Phishing-Attacken zudem gezielter adressieren, ihre Angriffe werden effektiver. Auch kann man sich durch das Klicken auf einen unseriösen Link Schadsoftware einfangen.
Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt geben Tipps, wie man sich schützen kann:
Auf keinen Fall auf Links klicken, die von unbekannter Seite oder unerwartet von Kontakten zugeschickt werden.
Die Kraft der Ruhe: Nicht drängen lassen! Seriöse Institutionen geben immer ausreichend Zeit für Erledigungen.
Für wichtige Transaktionen (Banking, Shopping) sollte immer der direkte Weg über die offizielle Website oder App genutzt werden. Erwartet man beispielsweise tatsächlich ein Paket, öffnet man am besten die Internetseite des Paketdienstes in einem Browser und gibt dort manuell die Sendungsnummer ein, um den Status zu prüfen.
Eine weitere Empfehlung ist, eine Website über einen QR-Code nur zu besuchen, wenn man sich sicher ist, dass er seriös ist. Inzwischen erkennen viele Smartphones einen QR-Code über die Kamera-App. Man sollte sich die Adresse genau ansehen und die Internetseite nur dann öffnen, wenn man sicher ist, dass sie dem echten Anbieter gehört.
Lassen Sie sich nicht von unbekannten Personen zu Messenger-Gruppen hinzufügen und verlassen Sie solche Gruppen sofort.
Seien Sie misstrauisch bei Job-, Gewinn- oder Investmentangeboten und geben Sie keine sensiblen Daten preis.
Auf unserem Phishing-Radar zeigen wir tagesaktuelle Warnungen und Betrugsversuche: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/phishingradar/phishingradar-aktuelle-warnungen-6059
Weitere Informationen zum Thema finden sich unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/
https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/paketdienstsms-vorsicht-abzocke-58988
https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/was-ist-quishing/
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz vom 14.01.2026 gegen 10:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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