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Polizei-News Hagen, 12.01.26: Schützen Sie Ihre Angehörigen und Freunde vor "Love-Scamming" - Frau überweist mehrere zehntausend Euro an Betrüger

Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / jgfoto

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In den vergangenen Wochen hatte eine Hagenerin Kontakt über eine Social-Media-Plattform mit einer Person aufgenommen, die sich als Kapitän eines Schiffes und Ingenieur ausgab und Kontakt in Form einer Beziehung zu der Frau aufbauen wollte. Der angebliche Seemann gaukelte ihr vor, dass er zurzeit mit technischen Problemen zu kämpfen habe und mit seinem Schiff vor Irland festsitze. Der "Witwer" erklärte seinem Opfer, dass er sich Urlaub nehmen wolle, um die Frau zu besuchen. Dafür benötige er jedoch Geld, da ein Hubschrauber ihn abholen müsse. Auch einen Urlaubsantrag beim Vorgesetzten des "Kapitäns" sollte die Hagenerin stellen. Einige Tage später, so der Hochstapler, sei er in Dubai gelandet und habe dort Kontakt zu einer Sicherheitsfirma hergestellt, die seine Papiere und sein Geld verwahre. Auch diese vermeintliche Firma forderte Geld von der Frau, um die Dokumente freizugeben. Erst durch den Hinweis eines Bankangestellten stoppte die Hagenerin die Zahlungen, die sich bereits auf mehrere zehntausend Euro beliefen. Anschließend informierte sie die Polizei,

Hier der typische Ablauf bei einem Fall von "Love-Scamming":

  • Die Täter geben sich als sympathische, meist beruflich erfolgreiche Personen aus - z. B. Soldaten, Ärzte, Geschäftsleute oder Ingenieure im Auslandseinsatz.

  • Sie überhäufen ihre Opfer mit Liebesbekundungen und Komplimenten.

  • Nach einiger Zeit folgen erfundene Notlagen: angeblich blockierte Konten, Krankenhausrechnungen, Probleme bei der Einreise oder sonstige finanzielle Engpässe.

  • Die Opfer werden gebeten, Geld zu überweisen oder Gutscheinkarten zu kaufen - oft unter dem Vorwand, bald gemeinsam eine Zukunft aufzubauen.

So schützen Sie sich:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Online-Bekanntschaften früh von Liebe sprechen oder schnelle Bindungen aufbauen wollen.

  • Geben Sie niemals Geld oder persönliche Daten (z. B. Ausweiskopien, Bankverbindungen) an Menschen weiter, die Sie nur aus dem Internet kennen.

  • Vermeiden Sie es, Bilder oder Videos zu senden, die zur Erpressung genutzt werden könnten.

  • Sprechen Sie mit Familie oder Freunden, wenn Sie unsicher sind - ein Blick von außen hilft oft, Warnsignale zu erkennen.

  • Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Sie misstrauisch werden - und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Love-Scamming ist kein Einzelfall. Die Täter agieren professionell, arbeiten oft in Gruppen und nutzen gezielt menschliche Schwächen aus. Wer betroffen ist, sollte sich nicht schämen, sondern Hilfe suchen und zur Anzeige bringen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Hagen vom 12.01.2026 gegen 11:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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