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Polizei-News Bielefeld, 27.10.25: Länderübergreifende Ermittlungen - Erfolg gegen Telefonbetrüger

Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / David Young

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MK / Bielefeld - Stadtgebiet - Gemeinsame Ermittlungen zwischen Beamten der Kriminalpolizei Würzburg und Bielefeld führten am Mittwoch, 22.10.2025, in Schildesche, Hillegossen und Sennestadt zu Durchsuchungen und drei Festnahmen. Die drei tatverdächtigen Männer sollen über einen längeren Zeitraum durch sogenannte Schockanrufe von einigen Senioren Geld und Wertsachen erbeutet haben.

Hintergrund der Zusammenarbeit zwischen den bayerischen und nordrheinwestfälischen Ermittlern waren Callcenter-Betrugsfälle mit der Legende "falsche Polizeibeamte". Die drei Bielefelder, die in den Fokus der Ermittler gerieten, werden verdächtigt, meist ältere Menschen am Telefon getäuscht und bedrängt zu haben. Bei der Masche wird am Telefon vorgespielt, dass es angeblich Verbrecher auf das Vermögen der Angerufenen abgesehen hätten. In dem Telefonat wird den Opfern angeboten, ihr Geld und ihre Wertsachen an einen Boten zu übergeben.

Im Rahmen der intensiven Ermittlungen konnten drei Bielefelder im Alter von 19, 23 und 25 Jahren identifiziert werden.

Nachdem die Kriminalbeamten zahlreiche Verdachtsmomente zusammengetragen hatten, konnten sie an dem Mittwochmorgen in einem gemeinsamen Einsatz Durchsuchungsbeschlüsse in den drei Bielefelder Stadtteilen umsetzen. Dabei durchsuchten die Beamten insgesamt drei Wohnhäuser und einen Garagenkomplex. Sie entdeckten und beschlagnahmten Schmuck, Bestecke, Bargeld aber auch Drogen sowie Schusswaffen.

Am folgenden Donnerstag wurden die drei Tatverdächtigen einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Für Betrugsfälle in diesem Ausmaß können für die drei Männer mehrjährige Haftstrafen in Betracht kommen.

Die Polizei informiert:

Polizeibeamte führen derartige Anrufe nicht durch.

Die Polizei drängt Sie nicht zu der Übergabe von Bargeld, Schmuck oder ähnlichen Wertgegenständen.

Im Zweifel beenden Sie sofort das Telefonat und rufen Sie bei Ihrer Polizei an, um sich zu erkundigen, ob es sich tatsächlich um den Anruf eines Polizisten gehandelt hat.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Bielefeld vom 27.10.2025 gegen 14:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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