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Polizei-News Mainz, 19.09.25: Aufgepasst - Betrüger nutzen Gruppenfunktion bei Messenger-Diensten.

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

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In der privaten Kommunikation sind Messenger-Dienste nicht mehr wegzudenken. Genutzt werden Messenger-Dienste wie WhatsApp oder auch Telegram aber auch von Betrügern, die sich schnelles Geld versprechen und dafür oft die Funktion der Gruppen-Chats nutzen.

Das Landeskriminalamt warnt deshalb vor Betrugsmaschen über Messenger-Dienste. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man plötzlich einem unbekannten Gruppen-Chat hinzugefügt wird, in dem sich jede Menge andere unbekannte Personen befinden.

Nebenjob-Masche:

Die Betrüger versprechen beispielsweise, dass man für das Abonnieren von YouTube-Kanälen oder das Folgen von Instagram-Profilen Geld bekomme. Als Beweis reiche ein Screenshot. Scheinbar echte Menschen berichten in der Gruppe begeistert von diesem lukrativen Nebenjob, um das ganze glaubhaft wirken zu lassen. Doch die weiteren Gruppenmitglieder sind Fakes, und auch den Job gibt es nicht. Stattdessen wollen die Täter an persönliche Daten wie die Bankverbindung, um darüber an das Geld der Opfer zu gelangen. Oft gibt es zu Beginn sogar eine kleine Entlohnung. Das dient aber nur dazu, Vertrauen zu schaffen und in einem nächsten Schritt sollen die Opfer Geld zahlen, um an weitere Aufträge zu kommen. Diese jedoch werden nie kommen, und das Geld ist weg.

Trading-Plattform-Masche:

Beliebt bei Betrügern sind auch vermeintliche Tipps zur Geldanlage. Die Opfer werden dazu gebracht, auf vermeintlich seriös wirkenden Trading-Portalen, bei denen es sich aber um Fake-Seiten handelt, kleinere Beträge in angeblich vielversprechende Geldanlagen zu investieren. Anfangs ist das sogar vermeintlich erfolgreich und es werden Gewinne ausgezahlt, um Vertrauen aufzubauen. Die angegebenen Kurse und Gewinne gibt es in der Realität jedoch nicht. Investieren die Opfer dann höhere Beträge, ist das Geld verloren.

Abstimm-Masche:

Bei dieser Masche werden Nutzer durch einen Link zu einer vermeintlichen Online-Abstimmung zur Eingabe der eigenen Mobilfunknummer verleitet. Hierdurch können die Betrüger den WhatsApp-Account übernehmen und senden wiederum die Links zur Abstimmung oder Zahlungsaufforderungen an die Kontakte des Account-Inhabers. Für den ist diese Korrespondenz in der Regel nicht sichtbar, sodass er erst von Dritten von dem betrügerischen Missbrauch seines Zugangs erfährt.

So schützen Sie sich:

  • Deaktivieren Sie die Funktion, dass Sie von unbekannten Personen

    in solche Gruppen eingeladen werden können.

  • Wenn Sie in eine solche Gruppe eingeladen werden: Melden Sie den

    Gruppen-Administrator, sperren Sie die Nummer und verlassen Sie

    die Gruppe.

  • Seien Sie vorsichtig bei angeblichen Jobangeboten oder anderen

    Tipps in Messenger-Diensten.

  • Werden Sie misstrauisch bei Gewinnversprechen und lassen Sie

    sich nicht unter Druck setzen.

  • Seien Sie skeptisch, wenn Investitionen in Kryptowährungen

    getätigt werden sollen.

  • Ein Alarmsignal kann auch sein, dass Sie von einer

    WhatsApp-Gruppe in eine Gruppe eines anderen Messenger-Dienstes

    wie Telegram geleitet werden sollen.

  • Geben Sie keine Handynummer bei vermeintlichen

    Online-Abstimmungen ein.

  • Geben Sie keine sensiblen Daten preis wie Zugangsdaten zum

    Online-Banking oder zum Depot, Ausweisfotos oder Ihre Anschrift.

  • Seien Sie skeptisch bei Geldforderungen über Messenger-Dienste

    und tätigen Sie diese nicht ohne persönliche Rücksprache mit dem

    Empfänger.

  • Wenn Sie Opfer wurden: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

    Sichern Sie dafür Beweise wie Screenshots oder den Chatverlauf.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz vom 19.09.2025 gegen 09:59 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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