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Waldbrandgefahr in RLP am 25.03.2026: Großteil der Waldflächen in Rheinland-Pfalz betroffen! Vorsicht mit Feuer im Wald

Die Waldbrandgefahr ist aktuell in vielen Teilen Deutschlands erhöht. Bild: Adobe Stock / Animaflora PicsStock

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Risikountersuchungen vom Umweltbundesamt sprechen eine klare Sprache: Für die kommenden Jahrzehnte wird das Waldbrandrisiko für Deutschland weiter ansteigen. Hauptgründe dafür sind die immer mehr zurückgehenden Niederschlage und höheren Temperaturen in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten. Doch selbst im Winter bleibt ein massives Restrisiko für einen Brand. Umso wichtiger ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema, sodass Deutschlands Wälder den Schutz erhalten, den sie brauchen. Auf news.de finden Sie nicht nur die aktuelle Waldbrandgefahrensituation für Rheinland-Pfalz, sondern auch weiterführende Informationen über das Thema und einen Überblick über die Entwicklung des Risikos.

Diese Wälder in Rheinland-Pfalz sind aktuell besonders betroffen

In 1 Wald besteht zur Zeit eine hohe Gefahr auf Waldbrand. Bitte beachten Sie die gegebenen Vorsichtsmaßnahmen, wenn Sie diesen Wald betreten oder sich in der Nähe aufhalten.

  • Bienwald

Interessant zu wissen: Die Art des Waldes bestimmt mit, wie hoch das Risiko eines Brandes ist. So sind harzhaltige Nadelbäume sehr viel anfälliger für Feuer und reine Nadelwälder leiden unter einem grundsätzlich höherem Risiko als Mischwälder oder reine Laubwälder.

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Hitze und Trockenheit - Begünstigt das aktuelle Wetter Waldbrände?

Das Wetter ist der größte Einflussfaktor auf das Risiko eines Waldbrands. Luftfeuchtigkeit, Bodenfeuchte, Niederschlag, Windstärke und Temperaturen legen den Grundstein für einen feuchten, schwer brennbaren oder einen trockenen, leicht entzündlichen Wald.
Rheinland-Pfalz darf sich heute über Niederschlag freuen, doch ab morgen wird es erst einmal nicht mehr regnen. Feuchtigkeit sorgt für einen natürlichen Schutz gegen Feuer, sodass Regen ein sehr gutes Zeichen ist, dass die Waldbrandgefahr gering ausfällt. Auch in den folgenden Tagen dürfen wir mit angenehmen Temperaturen rechnen, denn der Sommer zeigt sich von seiner milden Seite. Der aktuell starke Wind wird abnehmen. Die Rolle des Windes in einem Waldbrand besteht darin, dass er einem entstehenden Feuer zusätzlichen Sauerstoff zuführt - je stärker der Wind also weht, desto mehr werden die Flammen befeuert. Betrachtet man das heutige Wetter insgesamt, begünstigt es Waldbrände nicht, weil es regnen wird.

Waldbrandgefahr für Rheinland-Pfalz? Aktuelle Gefahreneinstufung der Messstationen

Ein Großteil der Waldgebiete in Rheinland-Pfalz ist von erhöhter Brandgefahr betroffen. Mehr als die Hälfte der Messstationen des deutschen Wetterdienstes melden für die kommenden fünf Tage mindestens einmal die Warnstufe 3 und somit eine mittlere bzw. erhöhte Gefahr für einen Waldbrand. 17 von 28 Stationen werden aufgeführt, weil sie einen WBI von 3 oder mehr aufweisen.

Stationsname25.03.202626.03.202627.03.202628.03.202629.03.2026Entwicklung
Hümmerich🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Bad Neuenahr-Ahrweiler🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Montabaur🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Büchel🟢🟢🟢🟡🟠↗️
Blankenrath🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Wahlbach bei Simmern🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Mainz-Lerchenberg🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Hahn🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Bad Kreuznach🟠🟢🟢🟡🟢↘️
Deuselbach🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Alzey🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Ruppertsecken🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Bad Dürkheim🟠🟢🟢🟡🟠↗️
Kaiserslautern🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Weinbiet🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Pirmasens🟠🟢🟢🟢🟢↘️
Bad Bergzabern🔴🟢🟢🟢🟢↘️

🟢 = Warnungsstufe 1
🟡 = Warnungsstufe 2
🟠 = Warnungsstufe 3
🔴 = Warnungsstufe 4
🟣 = Warnungsstufe 5

Der größte Teil der Stationsstandorte misst heute die Stufe 3, aber schon morgen sinkt die Warnstufe an allen Orten in Rheinland-Pfalz auf 1. Wie Sie an den übrigen Werten sehen können, sinkt der WBI für 15 von 17 Stationen in den kommenden Tagen ab, für keine bleibt er gleich und für 2 steigt er an. Für Rheinland-Pfalz gibt es damit eine sinkende Tendenz des WBI.

Wie viele Waldbrandstufen gibt es?

Das Stufenmodell wurde 2014 bundesweit eingeführt und orientiert sich am internationalen Standard von fünf Stufen, 1 bis 5. Es hat den Zweck, die Bevölkerung über die Gefahrenlage zu informieren. Jede Gefahrenstufe beinhaltet Empfehlungen und Hinweise für das Verhalten im Wald. Bei niedrigen Stufen handelt es sich meist nur um die Sensibilisierung der Bürger, ab Stufe 3 oder 4 ist es möglich, dass Verbote dazu kommen, um den Wald zu schützen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung zu den einzelnen Stufen, typischen Verhaltensregeln und möglichen Einschränkungen. Diese können im Detail jedoch regionale Unterschiede aufweisen. Genaue Informationen dazu finden Sie beispielsweise auf den Seiten der örtlichen Feuerwehr oder der zuständigen Forstbehörde.

Stufe 1 – sehr geringes Risiko
Es gibt keine weiteren Einschränkungen.

Stufe 2 – geringes Risiko
Zündquellen sind zu vermeiden. Befahren Sie Wege mit trockenem Boden nur im Notfall.

Stufe 3 – mittleres Risiko
Benutzen Sie keine öffentlichen Feuerstellen oder Grillplätze mehr. Rauchen Sie nicht in Wäldern. Führen Sie keine Waldarbeiten durch, die Funkenschlag oder Feuer beinhalten, wie das Verbrennen von Reisig oder Schweißen.

Stufe 4 – hohes Risiko
Parkplätze und touristische Einrichtungen im Wald können gesperrt werden. Verlassen Sie öffentliche Waldwege nicht und parken oder benutzen Sie Ihr Auto nicht im Wald.

Stufe 5 – extrem hohes Risiko
Waldeigentümer und Forstbehörden können vorübergehend ein Begehverbot für besonders gefährdete Gebiete verhängen. Achten Sie auf die Beschilderung und vermeiden Sie grundsätzlich Waldspaziergänge.

Mehr zum Thema: So verhalten Sie sich richtig bei einem Brand

Wie schnell breiten sich Waldbrände aus?

Die Geschwindigkeit hängt von vielerlei Faktoren ab, darunter die Art und Menge der Vegetation im betroffenen Gebiet, der Geländeneigung (z.B Hanglage) und den aktuellen Witterungsbedingungen wie niedrige Luftfeuchtigkeit, die zu ausgetrockneter Vegetation führt oder starken Winden, durch die der Brand sich unvorhersehbarer und schneller ausbreiten kann. Die Voraussage ist komplex und die Geschwindigkeit von Waldbränden kann sich sehr von einander unterscheiden. Manche können sich innerhalb einer Stunde mehrere Kilometer ausbreiten. Genauso atemberaubend wie erschreckend ist die unterschiedliche Länge, die ein Waldbrand anhalten kann. So sind einige nach Stunden oder wenigen Tagen gelöscht, während es vereinzelte Waldbrände gibt, die sich wochen- oder sogar monatelang halten, bis die Löschversuche endlich erfolgreich sind.

Trockenheit: Jetzt wird es kritisch

Deutschlands Wälder sind von Anfang März bis Ende September besonders gefährdet. Vor allem von April bis Juni ist es in vergangenen Jahren durch die Frühjahrstrockenheit zu den häufigsten Waldbränden gekommen. So gab es 2021 im April 104, im Mai 70 und im Juni 186 Waldbrände in der Bundesrepublik. Um der Bevölkerung in dieser Zeit eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, wurde ein Stufenmodell für die Waldbrandgefahr entwickelt. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht tagesaktuell den Waldbrandgefahrenindex, in dem die einzelnen Regionen mithilfe verschiedener Messungsgrundlagen in die Waldbrandgefahrenstufen eingeteilt werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller Daten vom deutschen Wetterdienst KI-gestützt erstellt. Letzter Datenabruf: 25.03.2026. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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