Gesundheit

Depressive Beschwerden steigen deutlich: Belasten Hitze und Ferien-Einsamkeit die Psyche?

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, auf dem eine Suchanfrage mit der Frage «Bin ich müde oder depressiv?» in einem KI-Chatfenster zu sehen ist (gestellte Szene), vom 24.11.2025. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Fernando Gutierrez-Juarez

  • Artikel teilen:
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 28 am stärksten verbreitet mit 9.552 Meldungen
  • Anstieg um 25.7% bei Depressionen
  • Juckreiz mit 29.5% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

(Hey! Du interessierst Dich für mehr Nachrichten aus der Gesundheitswelt? Dann abonnier unseren regelmäßigen Gesundheits-Newsletter! Zur Anmeldung)



Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 28 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Die Beschwerde wurde insgesamt 9.552 mal gemeldet. Deutschlandweit meldeten 7,6 Prozent der Anrufenden Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Juckreiz rückläufig – Depressionen mit stärkstem Anstieg

Die Daten des Patientenservices sehen Juckreiz für die Woche am rückläufigsten. Im Vergleich zur Vorwoche verringerte sich die Anzahl der Meldungen um 29.5%, von 3.016 auf 2.125 Fälle.

Im Gegensatz dazu stiegen die Beschwerden über Depressionen deutlich an. Um ganze 25.7% stiegen Beschwerden über das Symptom. Insgesamt 1.784 Anrufe meldete der Patientenservice in Kalenderwoche 28 zu diesem Beschwerdebild. In der vorherigen Periode wurden nur 1.419 registriert.

Eine mögliche Erklärung könnte die sommerliche Wärmebelastung sein. Die AOK verweist darauf, dass hohe Temperaturen und warme Nächte die Schlafqualität sowie die Schlafdauer beeinträchtigen können. Schlafstörungen wiederum können bestehende psychische Beschwerden verstärken. Hitze gilt außerdem als äußerer Stressfaktor, der den Körper und die Psyche zusätzlich belastet.

Darüber hinaus gibt es die sogenannte Sommerdepression. Dabei handelt es sich um eine seltene Form der saisonal abhängigen Depression, deren Beschwerden im Frühling oder Sommer auftreten. Typisch können Schlafprobleme, innere Unruhe, Angst, Reizbarkeit und Appetitverlust sein. Als mögliche Faktoren werden Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus und fehlende Regelmäßigkeit im Alltag diskutiert. Die Forschung zu den genauen Ursachen steht allerdings noch am Anfang.

Auch die Ferienzeit kann für manche Menschen belastend sein: Gewohnte Tagesabläufe fallen weg, Freunde oder Angehörige sind verreist und gemeinsame Aktivitäten finden seltener statt. Wer selbst zu Hause bleibt, kann dadurch vorübergehend Einsamkeit, fehlende Struktur oder das Gefühl erleben, nichts mit sich anfangen zu können. Das ist nicht automatisch eine Sommerdepression. Die Weltgesundheitsorganisation weist jedoch darauf hin, dass Einsamkeit und soziale Isolation die psychische Gesundheit erheblich belasten und mit Depressionen sowie Angststörungen verbunden sein können. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass eine depressive Episode vorliegt, wenn die Beschwerden mindestens 14 Tage anhalten.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.demitteilen. +++

Lesen Sie Auch:

/roj/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.