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Chronic Wasting Disease: Forscher schlagen Alarm - Zombie-Krankheit könnte auf Menschen überspringen

Die Zombie-Hirsch-Krankheit breitet sich in Europa aus. (Symbolbild) Bild: AdobeStock / ysbrandcosijn

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  • Neue Studie entdeckt Hinweise auf eine mögliche Übertragbarkeit der Zombie-Hirsch-Krankheit
  • Die tödliche Tierseuche breitet sich inzwischen auch in Europa aus
  • Experten betonen, dass weitere Untersuchungen dringend notwendig sind

Die sogenannte Zombie-Hirsch-Krankheit könnte entgegen bisheriger Einschätzungen doch eine Gefahr für Menschen darstellen. Eine aktuelle Untersuchung im Fachjournal "Science Advances" liefert beunruhigende Hinweise darauf, dass die Chronic Wasting Disease (CWD) möglicherweise auf den Menschen überspringen kann.

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Wissenschaftler verabreichten Javaner-Affen Gewebe von erkrankten Hirschen und Elchen. Obwohl die meisten Tiere keine Symptome entwickelten, konnten die Forscher mit hochempfindlichen Verfahren geringe Mengen der krankmachenden Prionen im Gewebe der Makaken nachweisen. Diese fehlgefalteten Eiweiße gelten als Auslöser schwerer Hirnschäden. Die Ergebnisse stellen frühere Schlussfolgerungen infrage, wonach Primaten nahezu vollständig vor einer Ansteckung geschützt seien. Die Forscher betonen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen.

Was steckt hinter der Zombie-Hirsch-Krankheit?

Die Chronic Wasting Disease befällt Hirsche, Elche und Rentiere mit verheerenden Folgen. Erkrankte Tiere verlieren ihre natürliche Scheu vor Menschen und werden zunehmend teilnahmslos. Trotz normaler Nahrungsaufnahme magern sie stark ab, einige sabbern unkontrolliert. Die Krankheit verläuft ausnahmslos tödlich. Ausgelöst wird CWD durch Prionen – fehlgefaltete Eiweiße, die über Speichel und Urin übertragen werden. Im Körper können diese Erreger schwere Hirnschäden verursachen. Bekannt wurden Prionen vor allem durch den Rinderwahn in den 1990er-Jahren, der auch Menschen infizierte und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslöste. Ursprünglich in Nordamerika und Südkorea verbreitet, ist die Zombie-Hirsch-Krankheit mittlerweile auch in Europa angekommen. Infizierte Tiere wurden bereits in Norwegen und Finnland registriert.

Neue Studie enthüllt erschreckende Entwicklung– Prionen überleben Wirtswechsel

Für die Untersuchung verabreichten die Wissenschaftler den Javaner-Affen infiziertes Gewebe auf unterschiedliche Weise – teils über die Nahrung, teils direkt ins Gehirn. Über einen Zeitraum von vier bis acht Jahren beobachteten sie die Tiere. Die Mehrheit der Makaken zeigte keine eindeutigen Krankheitszeichen. Zwei Affen entwickelten jedoch auffällige Symptome wie Gewichtsverlust, Zittern und Koordinationsprobleme. Nach der Einschläferung untersuchten die Forscher das Nervengewebe aller Tiere und fanden bei sämtlichen infizierten Makaken geringe Mengen der krankhaften Eiweiße. 

Besonders aufschlussreich war ein Folgeexperiment: Die Wissenschaftler übertrugen Gewebeproben der Affen auf speziell gezüchtete Mäuse. Einige dieser Nager entwickelten daraufhin Hirnschäden. Dies deutet darauf hin, dass die Erreger auch nach mehreren Wirtswechseln ansteckend bleiben.

Vorsicht beim Umgang mit Wildfleisch geboten

Obwohl das Übertragungsrisiko auf Menschen als gering eingestuft wird, raten Experten zur Vorsicht. Fleisch von erkrankten Tieren sollte keinesfalls verzehrt werden. Jäger in betroffenen Regionen tragen dabei eine besondere Verantwortung. Bei der Verarbeitung von erlegtem Wild empfehlen Fachleute konkrete Schutzmaßnahmen: Das Tragen von Latexhandschuhen beim Ausweiden sowie eine gründliche Desinfektion der verwendeten Messer sind wichtig. Zudem sollten die Tiere auf eine mögliche Infektion getestet werden.

Die Studienergebnisse unterstreichen nach Ansicht der Forscher die dringende Notwendigkeit weiterer Untersuchungen. Denn die neuen Erkenntnisse zeigen, dass CWD-Prionen ihre Ansteckungsfähigkeit offenbar auch über Artengrenzen hinweg behalten können – ein Befund, der bisherige Sicherheitsannahmen grundlegend erschüttert.

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/news.de/stg

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