Krankheitswelle Anfang Juni: Viele klagen über Juckreize
Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / flil
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer
04.06.2026 11.59
- Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 22 am stärksten verbreitet mit 8.457 Meldungen
- Anstieg um 50.2% bei Juckreize
- Grippesymptome mit 36.0% Rückgang
Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.
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Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 meldet für die Kalenderwoche 22 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Mit insgesamt 8.457 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Damit entfielen 7,3 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.
Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Juckreize mit stärkstem Anstieg
Laut den Daten des Patientenservice verzeichnen Grippesymptome im Moment den deutlichsten Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Zahl der Erfassungen um 36.0% von 5.437 auf 3.478 Fälle.
Juckreize hingegen stiegen dafür deutlich. Sie weisen den stärksten Anstieg aller Symptome auf mit 50.2%. Zu diesem Symptombild verzeichnete der Patientenserivce in Kalenderwoche 22 insgesamt 2.451 Anrufe. In der vorherigen Periode wurden nur 1.632 erfasst.
Eine mögliche Erklärung für den Anstieg im Sommer sind starke Temperaturwechsel und häufigere Kältereize im Alltag. Die AOK erklärt, dass bei Kälteurtikaria nicht nur kalte Luft, sondern auch kaltes Wasser, kalte Gegenstände sowie kalte Speisen und Getränke innerhalb weniger Minuten juckende Quaddeln auslösen können. Gerade im Sommer können daher Baden in kühlem Wasser, eiskalte Getränke oder der Wechsel aus Hitze in klimatisierte Räume Beschwerden begünstigen. Auch aha! Allergiezentrum Schweiz verweist darauf, dass nicht nur Kälte selbst, sondern vor allem plötzliche Temperaturwechsel eine Kälteurtikaria auslösen können – etwa der Sprung an einem heißen Sommertag in deutlich kühleres Wasser.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++
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