Gesundheit

Krankheitswelle Anfang Juni: Viele klagen über Juckreize

Nachttisch mit Tee und Medikamenten. Bild: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

  • Artikel teilen:
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 22 am stärksten verbreitet mit 8.457 Meldungen
  • Anstieg um 50.2% bei Juckreize
  • Grippesymptome mit 36.0% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

(Hey! Du interessierst Dich für mehr Nachrichten aus der Gesundheitswelt? Dann abonnier unseren regelmäßigen Gesundheits-Newsletter! Zur Anmeldung)



Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 22 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Die Beschwerde wurde insgesamt 8.457 mal gemeldet. Damit entfielen 7,3 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Juckreize mit stärkstem Anstieg

Die Daten des Patientenservices sehen Grippesymptome für die Woche am rückläufigsten. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich die Zahl der Berichte um 36.0% von 5.437 auf 3.478 Fälle.

Im Gegensatz dazu verstärkte sich die Verbreitung von Juckreize deutlich. Sie weisen den stärksten Anstieg aller Symptome auf mit 50.2%. Zu diesem Symptombild erfasste der Patientenserivce in Kalenderwoche 22 insgesamt 2.451 Anrufe. In der vorherigen Kalenderwoche wurden nur 1.632 verzeichnet.

Im Winter leiden manche Menschen unter juckenden Quaddeln und Schwellungen, sobald ihre Haut mit Kälte in Kontakt kommt: Schon kalte Luft, Getränke oder ein Sprung ins Wasser können eine sogenannte Kälteurtikaria mit starkem Juckreiz auslösen. Auf der Webseite von Apotheke Adhoc wird erläutert, dass Betroffene Kältereize möglichst meiden, die Haut mit reichhaltiger Pflege und warmer Kleidung schützen und bei leichten Beschwerden Antihistaminika als Tabletten, Tropfen oder Gele einsetzen können, während bei stärkeren Verläufen ärztlich höher dosierte Antihistaminika, Cortisonpräparate oder eine Anti-IgE-Therapie verordnet werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Schleimhäute im Mund- und Rachenraum anschwellen, Atemnot, Asthmaanfälle oder Kreislaufprobleme auftreten – dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig und ein Allergie-Notfallset mit Adrenalin-Pen kann lebenswichtig sein. Bei anhaltendem oder starkem Juckreiz, häufigen Schüben oder Unsicherheiten zum Umgang mit der Kälteurtikaria sollten Betroffene frühzeitig ärztlichen Rat suchen, um Diagnose und Therapie eng mit Fachleuten abzustimmen.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++

Lesen Sie Auch:

/roj/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.