Krankheitswelle April: Grippewelle flaut ab – Frühjahrs-Depressionen schlagen zu
Bedrückende Gefühle und Depressionen nehmen in der Bevölkerung seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich zu. Bild: Marijan Murat/dpa
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer
27.04.2026 09.37
- Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 17 am stärksten verbreitet mit 8.154 Meldungen
- Anstieg um 23.0% bei Depressionen
- Grippesymptome mit 36.5% Rückgang
Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.
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Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 17 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Es beschwerden sich insgesamt 8.154 Anrufer:innen über dieses Krankheitsbild. Deutschlandweit meldeten 7,8 Prozent der Anrufenden Magen-Darm-Beschwerden.
Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Depressionen mit stärkstem Anstieg
Laut den Daten des Patientenservice verzeichnen Grippesymptome im Moment den deutlichsten Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich die Anzahl der Berichte um 36.5% von 5.054 auf 3.210 Fälle.
Depressionen hingegen stiegen dafür deutlich. Sie weisen den stärksten Anstieg aller Symptome auf mit 23.0%. Insgesamt meldete der Patientenservice 1.750 Anrufe zu diesem Symptombild in Kalenderwoche 17. In der vorherigen Woche wurden nur 1.423 gemeldet.
Der Frühling und dessenUmbruchphase kann für Menschen mit depressiven Symptomen belastend sein. Die KKH weist darauf hin, dass der Frühling für Betroffene eine kritische Zeit sein kann, weil längere Tage, mehr Helligkeit und ein aktiveres Umfeld den Druck erhöhen können. Wer selbst antriebslos bleibt, während andere nach draußen drängen, erlebt die eigene Erkrankung womöglich noch stärker. Hinzu kommt laut KKH, dass Veränderungen im Melatonin- und Serotoninhaushalt sowie ein aus dem Gleichgewicht geratener Schlaf-Wach-Rhythmus depressive Symptome verstärken können.
Die AOK nennt unter anderem gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsmangel, schnelle Ermüdbarkeit, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen und Hoffnungslosigkeit als mögliche Symptome. Entscheidend ist, dass mehrere Beschwerden über mindestens zwei Wochen bestehen. Helfen können im Alltag feste Routinen, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und der Kontakt zu vertrauten Menschen. Wer merkt, dass die Belastung anhält oder stärker wird, sollte ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe suchen. In akuten Situationen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 weiter.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.de mitteilen. +++
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