Gesundheit

Pollen-Alarm: Welche Lebensmittel Allergiker mit Heuschnupfen nicht essen sollten

Wer im Frühling unter allergischen Symptomen leidet, sollte auf bestimmte Lebensmittel lieber verzichten. Bild: AdobeStock / Budimir Jevtic

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  • Besonders im Frühjahr werden viele von Pollenallergie geplagt
  • Bestimmte Lebensmittel können ähnliche Reaktionen auslösen
  • Andere helfen wiederum gegen die Symptome von Heuschnupfen

Mehr Infos rund um Ernährung finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt, ist eine allergische Reaktion auf den Blütenstaub, den Pflanzen besonders im Frühjahr und im Sommer verteilen. Tatsächlich können auch bestimmte Lebensmittel dafür sorgen, dass Symptome einer Pollenallergie ausgelöst werden. Wie das passiert und welche Lebensmittel Allergiker vom Speiseplan streichen sollten, erfahren Sie hier.

Was passiert im Körper bei einer Pollenallergie?

Zunächst einmal: Was passiert im Körper überhaupt bei einer Pollenallergie? Das Abwehrsystem des Körpers stuft Eiweiße der Pollen fälschlicherweise als gefährlich ein - ähnlich wie Krankheitserreger. Dementsprechend reagiert unser Körper auch und beginnt, die Fremdkörper zu bekämpfen. Dabei wird im Körper der Abwehrstoff Immunglobulin E gebildet. Die Antikörper setzen beim Aufeinandertreffen mit dem Allergen - in diesem Fall die Pollen - andere Abwehrstoffe wie Histamin frei, die wiederum Abwehrreaktionen wie eine laufende Nase oder tränende Augen auslösen.

Wer unter einer Pollenallergie leidet, der kann sich selbst mit einer Ernährungsumstellung helfen - etwa, indem man weniger Histamine über die Ernährung zu sich nimmt. So wird verhindert, dass man den Gehalt des Abwehrstoffes im Körper versehentlich noch weiter erhöht.

Diese Lebensmittel sollten Allergiker nicht essen

Zu besonders histaminreichen Lebensmitteln, auf die Allergiker lieber verzichten sollten, zählen laut Experten unter anderem:

  • geräuchertes, gepökeltes, mariniertes oder getrocknetes Fleisch und Geflügel
  • Rohwürste (Salami, Mettwurst)
  • Fischsorten wie Hering, Sardellen, Thunfisch, Makrele, Fischkonserven, Schalentiere und Muscheln
  • Bier
  • Wein
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte
  • Überreifes Obst
  • Bananen
  • Schokolade

Kreuzallergien: Welche Lebensmittel auch allergische Reaktionen auslösen können

Die Liste zeigt: Es ist gar nicht so einfach, weniger Histamin über die Ernährung aufzunehmen. Praktischer ist es, stattdessen auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, bei denen explizit Kreuzallergien auftreten können. Die Proteinstruktur bestimmter Stoffe ähnelt den Eiweißen der Allergie auslösenden Pollen - das kann dazu führen, dass das Immunsystem bei Kontakt auch ähnlich reagiert. Eine ähnliche Pollenstruktur haben beispielsweise:

  • Gräserpollen: Ähneln Getreide und Hülsenfrüchten (Soja, Erdnüssen) sowie Tomaten
  • Kräuterpollen: Ähnlichkeiten zu Karotten, Sellerie, Kamille, Paprika, Tomaten, Artischocken, Gurken, Knoblauch
  • Birkenpollen: Weisen Ähnlichkeiten zu Stein- und Kernobst wie Äpfeln, Pflaumen, Kirschen, Nüssen oder Soja auf

Diese Ernährung kann gegen die Symptome helfen

Bestimmte Lebensmittel können die Allergiesymptome allerdings auch hemmen oder lindern. Laut Studien kann vor allem grünes Blattgemüse helfen, das Carotinoide und Antioxidantien enthält. Diese schützen die Zellen vor freien Radikalen und oxidativem Stress, der bei Entzündungen entsteht und zu Zell- und Gewebeschäden führen kann. Antioxidantien können allgemein das Risiko von allergischen Reaktionen verringern und allergische Symptome verbessern. Auch Brokkoli ist reich an entzündungshemmendem Vitamin C und antioxidativen Senfölglykosiden. Wie weitere Untersuchungen belegen, kann Petersilie dabei helfen, die Ausschüttung von Histamin zu verringern. Sie wird unter anderem als Immunsuppressivum eingesetzt und unterdrückt somit die Aktivität des Immunsystems.

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